In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Bleicher Weiten daheim dem USV Münichreith mit 0:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste legten schon vor der Pause den Grundstein, führten durch Martin Schwinghammer und einen Doppelpack von Rene Duda bereits mit 3:0 und brachten den Vorsprung danach ruhig ins Ziel. Obmann Friedrich Fertl sprach von einem „dominanten Spiel“ seiner Mannschaft in der ersten Hälfte.

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Aus Sicht der Münichreither war die Richtung dieser Partie schon in den ersten 45 Minuten klar zu erkennen. „In der ersten Halbzeit war es ein dominantes Spiel von unserer Seite“, sagte Friedrich Fertl nach dem Abpfiff und genau so liest sich auch der Verlauf. Bereits in der 8. Minute brachte Martin Schwinghammer die Gäste mit 1:0 in Führung. Damit war Münichreith sofort im Spiel und legte noch vor der Pause entscheidend nach. In der 29. Minute erhöhte Rene Duda auf 2:0, nur eine Minute später stellte derselbe Spieler auf 3:0. Dass Fertl auf die Frage nach dem Wendepunkt knapp antwortete, passt deshalb gut zum Abend: „Spätestens nach dem Doppelpack von Rene Duda.“
Weil der Spielstand schon zur Halbzeit bei 0:3 stand, war der zweite Abschnitt aus Sicht der Gäste vor allem davon geprägt, den Vorsprung sauber über die Zeit zu bringen. Viel Dramatik kam in diese Partie nach dem Seitenwechsel nicht mehr hinein. Fertl beschrieb die zweite Hälfte entsprechend nüchtern: „In der zweiten Halbzeit war eher Verwalten am Programm, da war nicht mehr viel los im Spiel.“ Gerade dieser Satz erklärt den Charakter der restlichen Minuten sehr gut. Münichreith musste nicht mehr alles nach vorne werfen, hatte seine Arbeit schon vor der Pause erledigt und hielt das Spiel danach in ruhigen Bahnen. Der Auswärtssieg war damit nicht das Ergebnis einer späten Wende, sondern das Resultat einer klaren ersten Halbzeit.
Dass Fertl auf die Frage nach den entscheidenden Aktionen schlicht mit „Alle drei“ antwortete, zeigt ebenfalls, wie geschlossen er den Auftritt seiner Mannschaft gesehen hat. Es war nicht ein einzelner Moment, der den Unterschied ausmachte, sondern die Art, wie Münichreith die Tore auf den Platz brachte und damit früh Klarheit schuf. Dazu kam aus seiner Sicht die mannschaftliche Geschlossenheit. „Ein souveräner Auftritt und das gemeinsame Auftreten bis zum Schluss“, nannte der Obmann als größte Stärke seines Teams. Gleichzeitig ordnete er auch den Gegner fair ein. Man habe Weiten „den Ausfall wichtiger Spieler angemerkt“, sagte Fertl, schob aber sofort nach: „Es war trotzdem eine solide Leistung des Gegners. Nur waren wir einfach um diese Tore stärker und der Sieg geht so in Ordnung.“
Nach dem Schlusspfiff gab es aus Sicht der Gäste deshalb wenig zu beanstanden, ohne dass Fertl den Sieg größer machte, als er war. Sein Blick auf die eigene Mannschaft blieb bodenständig. „Wir sind auf einem guten Weg. Wenn wir so weitermachen wie bei den letzten Spielen, ist das in Ordnung“, sagte er. Das passt zu einem Abend, an dem Münichreith sachlich, effektiv und ohne große Umwege zu drei Punkten gekommen ist. Auch rund um die Partie blieb alles ruhig. „Der Schiedsrichter hatte eigentlich eine leichte Aufgabe, es war ein fair geführtes Spiel“, meinte Fertl. Mit dem 3:0 in Weiten steht Münichreith nach zehn Spielen bei 18 Punkten und bleibt in der oberen Tabellenhälfte auf Rang vier gut dabei.