Für Philip Weinberger war das Heimspiel des SV Eibenstein gegen den UFC Arbesbach vor allem ein Härtetest für Stabilität, Zweikampfstärke und Nerven nach der Winterpause. Der Trainer stellte seine Elf bewusst auf eine kampfbetonte Partie ein: „Unser Ziel war, zu null zu spielen und kompakt zu stehen.“ Entsprechend lag der Fokus auf defensiver Ordnung und geduldigem Umschalten. In der 2. Klasse Waldviertel Zentral entwickelte sich ein intensives Duell, in dem Eibenstein vor der Pause mehr Zugriff verspürte und den Plan vom „zu null“ konsequent verfolgte. „Wichtig ist immer, wenn du nach einer langen Pause in die Saison startest, dass du gewinnst“, hielt Weinberger fest – und verwies zugleich auf die Bedeutung des Heimpublikums: „Wir haben zu Hause gespielt. Es war wichtig, dass wir die drei Punkte da lassen.“

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Weinberger beschrieb die Partie als von vielen Duellen geprägt – mit einer klaren Eibensteiner Überlegenheit vor der Pause. „Es war grundsätzlich ein offenes Spiel, aber in der ersten Hälfte waren wir sicher die Mannschaft mit mehr Zugriff.“ Der entscheidende Schlag fiel noch vor dem Seitenwechsel: „In einem Moment, als Arbesbach dem 1:0 schon nahe war, haben wir das Tor gemacht und versucht, das in die Pause zu bringen.“ In der 39. Minute sorgte Raphael Bichler für das 1:0 – ein Vorsprung, den Eibenstein im weiteren Verlauf mit Disziplin, enger Staffelung und sauberem Verschieben verteidigte und damit das ausgegebene „zu null“-Ziel untermauerte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Arbesbach den Druck, suchte über die Seiten und ruhende Bälle den Ausgleich. Weinberger sah sein Team dennoch kompakt agieren: „Wir sind kompakt gestanden, haben verteidigt und somit sehr wenig zugelassen in der zweiten Hälfte.“ Brenzlig wurde es vor allem nach eigenen Fouls und den daraus resultierenden Freistößen, die Eibenstein entschlossen klärte. Bei den Offensivstandards sah der Coach Luft nach oben, auch wenn es einen auffälligen Moment gab: „Grundsätzlich haben wir bei den Standards eine enorme Qualität, die heute vielleicht ein bisschen weniger zur Geltung gekommen ist. Wir hatten eine gute Aktion über Thomas Koller.“ Insgesamt seien ruhende Bälle „nicht ausschlaggebend“ gewesen – weder für die eine noch für die andere Seite.
Ein besonderes Lob ging an den Referee: „Der Schiedsrichter ist ein sehr junger Schiedsrichter gewesen heute und der hat das wirklich sehr, sehr gut gepfiffen.“ Mit Blick auf die Rahmenbedingungen – „in der zweiten Klasse gibt es keinen Linienrichter“ – fiel sein Fazit umso positiver aus: „Der junge Schiedsrichter mit 20 Jahren hat das wirklich sehr gut gepfiffen, über 90 Minuten wenig oder keine Fehler gemacht.“ Abseits der Schiri-Leistung blieb die Partie „vom Kampf geprägt“, spielerisch „sicherlich nicht das, was wir uns erwartet haben“ – aber zielführend, weil der Matchplan mit defensiver Stabilität, Umschaltmomenten und dem frühen Führungstor aufging. Den Blick richtet Weinberger bereits nach vorne: „Wir werden vorne mitspielen.“ Zur nächsten Aufgabe: „Wir spielen auswärts.“ Die Linie ist klar: System und Taktik werden weiter forciert, um an die erarbeitete Stabilität und den zu-null-Auftritt anzuknüpfen.