Ein Nachmittag, der den Puls nach oben trieb: Im Duell mit dem UFC Rastenfeld in der 2. Klasse Waldviertel Zentral erlebten USV Allentsteig und Coach Markus Maier einen intensiven Schlagabtausch mit vielen Zweikämpfen, einem turbulenten Start und einer späten Entscheidung. Maier ordnete das Geschehen klar ein und hob neben der körperlichen Note vor allem Ballbesitz, Chancenqualität und die Wirkung von Standards hervor. Nach einem frühen 0:2-Rückstand bewies sein junges Team Moral und drehte die Dynamik noch vor der Pause, ehe in der 90. Minute der entscheidende Treffer zum 3:2 fiel – prägend war dabei eine lange Freistoßflanke und die anschließende Volleyabnahme. (Torschütze: Jan Novak.) Charakter, Umsetzung und Ruhe im Kopf standen an diesem Tag im Vordergrund.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Gleich zu Beginn setzte es Rückschläge, doch Maier gefiel die Antwort seiner Mannschaft: „Ja, es war eher sehr kampfbetont. Meine Mannschaft hat super reagiert: Wir lagen nach 30 Sekunden schon 0:1 hinten und kassierten dann das 0:2. Danach sind wir besser ins Spiel gekommen, haben nach 30 Minuten das Heft in die Hand genommen und meiner Meinung nach den Sieg auch verdient.“ Das 0:1 resultierte aus einem Eigentor von Tobias Kettinger, das 0:2 erzielte Sebastian Hengstberger. Das beschreibt präzise den Stimmungswechsel: Aus einem hektischen Auftakt mit zwei Gegentreffern entwickelte sich ein Spiel, in dem Allentsteig zunehmend die Kontrolle übernahm und die Partie in seine Richtung lenkte. Zur Pause stand es 2:2 – ein markantes Signal dafür, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Die Treffer für Allentsteig erzielten Matej Gorelka und Andre Ertl.
Im eigenen Plan steckten viel Ballzirkulation und Druck aus geordneten Strukturen. „Meine Mannschaft hatte deutlich mehr Ballbesitz als Rastenfeld“, betonte Maier. Das spiegelte sich in der Anzahl und Qualität der Möglichkeiten: „Wir hatten mehrere Top-Chancen, unter anderem zwei Stangenschüsse. Da und dort fehlte ein wenig das Glück, aber grundsätzlich waren genügend Chancen vorhanden.“ Entscheidende Wirkung entfalteten ruhende Bälle: Zwei Treffer fielen nach Standards, der Siegtreffer in Minute 90 nach einem Freistoß von der Mittellinie, der per Flanke in den Strafraum kam und volley abgeschlossen wurde. (Torschütze: Jan Novak.) Dass der Matchplan trug, strich Maier deutlich heraus: „Das Spielsystem hat gut funktioniert. Taktisch wurde vieles sehr gut umgesetzt, und alles, was wir uns vorgenommen haben, hat funktioniert.“ In Summe: mehr Ball, viele gefährliche Szenen, zweimal Aluminium – und am Ende die Belohnung zum 3:2. (Torschütze: Jan Novak.)
Auch zur Atmosphäre auf dem Platz bezog Maier Position – mit einem klaren Lob: „Der Schiedsrichter war auf beiden Seiten sehr, sehr gut. Vielleicht wäre die eine oder andere gelbe Karte mehr drin gewesen, aber insgesamt war das eine sehr gute Leitung.“ Für die nächste Woche nimmt sein Team vor allem Haltung und Überzeugung mit: „Das Hauptaugenmerk ist, dass wir sagen: Man kann immer zurückkommen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir jeden Gegner schlagen. Wir sind eine junge, gute Mannschaft – natürlich ist noch Luft nach oben, aber ich glaube, dass wir jeden schlagen können.“ Dieses Selbstverständnis speist sich aus der gezeigten Reife: unter Druck ruhig bleiben, Standards nutzen, den Ball behaupten – und in entscheidenden Momenten zupacken. Genau das prägte den Tag in Rastenfeld.