Für Lisa Rosa Weber vom USC Bad Großpertholz war der Fußballabend gegen SC Zwettl II eine Mischung aus Anerkennung für den Gegner und Ärger über verpasste Momente. „Das Ergebnis war gerecht. Ein Unentschieden wäre vielleicht auch noch drin gewesen“, hielt sie fest – begründet mit einem starken Start der Gäste („Zwettl hat sehr gut und schnell begonnen, schnelle Tore geschossen“) sowie einem Matchplan, der zu spät griff: „Es war unser Ziel, etwas defensiver zu stehen, die Null zu halten und dann in der zweiten Halbzeit die Tore zu machen. Das ist uns leider nicht gelungen – mit drei schnellen Treffern für Zwettl in den ersten 30 Minuten.“ In der 2. Klasse Waldviertel Zentral blieb am Ende vor allem das Gefühl, dass nur Minuten zum Ausgleich fehlten: „Gegen Ende des Spiels ging uns die Zeit aus, um noch den Ausgleich zu erzielen.“

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„Ja, Zwettl hatte schon mehr Kontrolle“, sagte Weber zur Statik des Abends – und verwies auf die entscheidende Anfangsphase mit drei Gegentreffern in der ersten halben Stunde. Faktisch lag Bad Großpertholz zur Pause 1:3 zurück, ehe die Gastgeber nachjustierten und in der zweiten Hälfte auf 2:3 stellten. Miroslav Kucera traf vor der Pause zum 1:3 und in Minute 61 erneut zum 2:3, während für Zwettl Antonio Plazibat (16.) und Jakob Seemann (19., 25.) früh vorlegten. In der Schlussphase warf Bad Großpertholz alles nach vorn, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.
Aus Sicht der Heimseite gab es bei Großchancen und Standards wenig Diskussionsbedarf. Weber: „In der ersten Halbzeit haben wir drei große Chancen gehabt, Zwettl sicher vier bis fünf. In der zweiten Halbzeit war es ausgeglichen; ich glaube, zwei gute Chancen auf ihrer Seite. Im Großen und Ganzen war der Sieg schon gerecht für Zwettl, aber mit ein bisschen Glück wäre ein Unentschieden auch drin und verdient gewesen.“ Standards spielten kaum eine Rolle: „Nein, nicht wirklich. Es war ausgeglichen. Vielleicht ein bisschen mehr Standardsituationen für Zwettl, aber wirklich gefährlich wurde es dadurch auf beiden Seiten nicht.“
Zur Pause wurde nachgeschärft – mit Wirkung. „Wir haben in der Halbzeit unsere Aufstellung geändert, das hat sich positiv ausgewirkt. Wir haben kein Tor mehr bekommen in der zweiten Halbzeit und selbst eines geschossen. Nur, wie bereits erwähnt, ging uns am Ende die Zeit für den Ausgleich aus.“ Das Duell blieb frei von Nickligkeiten: „Sehr faires Spiel, nicht hart, ein eher schnelles Spiel.“ Strittige Szenen? „Keine strittigen Situationen. Bei Abseits ist es als alleiniger Schiedsrichter ohne Linienrichter immer schwierig, aber es gab keine spielentscheidenden Situationen.“ Der Blick nach vorn ist klar: „Wir wollen etwas disziplinierter ins Spiel gehen. Es wird wohl ein eher körperbetontes Match, nicht ganz so schnell wie gegen Zwettl, und wir sind gut vorbereitet, um einen Sieg einzufahren.“