Spielberichte

USV Allentsteig-Trainer Markus Maier: „Einstellung hat hundertprozentig gepasst“

USV Allentsteig
SC Pfaffenschlag

Intensiv, bissig, zweikampfbetont – so beschreibt Markus Maier das Heimspiel seines USV Allentsteig gegen den ambitionierten SC Pfaffenschlag in der 2. Klasse Waldviertel Zentral. Obwohl Pfaffenschlag über weite Strecken mehr Ballbesitz hatte, sah Maier sein Team in den entscheidenden Duellen vorne und bei den klaren Gelegenheiten präsenter. Allentsteig verteidigte eine Vielzahl an Eckbällen robust, hielt dem Druck stand und überstand eine hitzige Schlussphase, die nach dem 2:1-Anschluss noch einmal alles auflud. Maier sprach von knappen Abseitsentscheidungen auf beiden Seiten, verwies auf schwere Platzverhältnisse nach dem Winter – und hob vor allem die kompromisslose Einstellung seiner Mannschaft hervor, die dem Titelanwärter über 90 Minuten Paroli bot.

Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zweikampf und Biss als Leitmotiv

Für Maier war der Ton der Partie früh gesetzt: „Das Spiel war sehr kampfbetont, mit vielen Zweikämpfen – relativ bissig und aggressiv. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir mehr Zweikämpfe gewonnen haben als Pfaffenschlag.“ Diese Sicht prägte seinen Abend – getragen von einer Mentalität, die er mehrfach hervorhob: „Die Einstellung der Mannschaft hat hundertprozentig gepasst. Vom Zweikampfverhalten und vom Willen war das top. Spielerisch geht meines Erachtens noch ein bisschen mehr, aber die Einstellung war ein Wahnsinn.“ In dieser Lesart war es ein Kraftakt, den Allentsteig vor allem über Konsequenz in den Duellen und Geschlossenheit annahm.

Mehr Ballbesitz bei Pfaffenschlag, klarere Chancen bei Allentsteig

„Pfaffenschlag hatte mehr Ballbesitz als wir“, ordnete Maier ein. Gefahr ging beim Gegner vor allem von ruhenden Bällen aus: „Pfaffenschlag ist hauptsächlich durch Standardsituationen, vor allem Eckbälle, gefährlich geworden. Von den Torchancen her hatten wir ein Plus und bei den Großchancen waren wir präsenter.“ Seine Mannschaft habe auf die Flut an Eckbällen die richtige Antwort gefunden: „Wir mussten sehr viele Ecken verteidigen – das haben wir gut wegverteidigt.“ Die Akzente nach vorne setzten die Hausherren vor der Pause und kurz nach Wiederbeginn: In der 37. Minute traf Matej Gorelka zum 1:0, in der 58. Minute erhöhte Adam Nomilner auf 2:0. Pfaffenschlag verkürzte in der 66. Minute durch Manuel Meller auf 2:1 – der Startschuss für eine dramatische Schlussphase.

Hitzige Phase, knappe Abseitsfragen und schwere Platzverhältnisse

Mit dem Anschlusstreffer kippte die Stimmung endgültig in Richtung Nervenschlacht. „Richtig spannend wurde es nach dem 2:1, als Pfaffenschlag den Anschlusstreffer erzielt hat“, so Maier. Dazu kamen enge Szenen: „Es gab Abseitsentscheidungen, die auf beiden Seiten fragwürdig waren.“ Der Rahmen passte zur aufgeheizten Atmosphäre: „Pfaffenschlag will Meister werden – und wir haben wirklich alles dagegengeworfen.

Der Platz war nach dem Winter nicht in gutem Zustand, die Vorbereitung entsprechend schwierig.“ Unterm Strich stand ein Abend, an dem das Heimteam mit Widerstandskraft, hoher Zweikampfstärke und Nervenstärke auf die Zielsetzung des Gegners reagierte – mit einem klaren Fazit seines Trainers: Einsatz und Wille passten; spielerisch ist noch Luft nach oben, doch der Auftritt sendete ein starkes Signal.

2. Klasse Waldviertel Zentral: USV Allentsteig : Pfaffenschlag - 2:1 (1:0)

  • 66
    Manuel Meller 2:1
  • 58
    Adam Nomilner 2:0
  • 37
    Matej Gorelka 1:0