Im Rahmen der 2. Klasse Waldviertel Zentral trafen USV Windigsteig und USV Allentsteig aufeinander – ein Derby mit allem, was dazugehört. Sektionsleiter Reinhard Höfler ordnete die Lage nach dem intensiven Duell ein: Er sprach über Ballbesitz und Chancenverhältnis, über die Wirkung von Standards und über strittige Momente. Die Tonlage war klar: kämpferisch, selbstkritisch und zuversichtlich, dass der gezeigte Auftritt als Blaupause für die nächsten Aufgaben taugt. Am Ende stand ein verdienter 3:1-Heimsieg.

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„Wir haben vier, fünf große Chancen gehabt bilanzierte Höfler und setzte damit einen Kontrapunkt zur Wahrnehmung des Ballbesitzes: „Allentsteig hatte mehr Ballbesitz, allerdings ohne zwingende Chancen.“ Früh stellte Matej Gorelka in der 9. Minute auf 0:1, doch Daniel Lerch glich in der 29. zum 1:1 aus und legte in der 41. zum 2:1 nach. In der 90. Minute machte Vaclav Vasicek den 3:1-Endstand perfekt. Ein Baustein dabei: „Wir haben durch eine Standardsituation ein Tor gemacht.“
Für Höfler passte diese Mischung aus Effizienz vor dem Tor und Wirkung bei ruhenden Bällen zum Gesamtbild eines Spiels, in dem der Wille, die Begegnung zu drehen, sichtbar war.
Dass die Partie Derby-Charakter trug, war auf dem Rasen spürbar – mit engem Zweikampfbild und hoher Emotionalität. Höfler sprach von „ein paar strittigen Situationen“ und nannte ausdrücklich „eventuell die Gelb-Rote Karte für Allentsteig“ als Diskussionspunkt. Trotz dieser Reibungen fiel sein Gesamturteil zur Spielleitung versöhnlich aus: „Ansonsten war der Schiedsrichter in Ordnung.“
Die Botschaft: Es gab Aufregung, doch die Bewertung bleibt differenziert – mit Fokus auf der eigenen Leistung statt auf Nebengeräuschen.
Inhaltlich hob Höfler vor allem die Einstellung hervor: „Kämpferisch gute Leistung.“ Der robuste Zugriff, kombiniert mit klaren Möglichkeiten im letzten Drittel, prägte aus seiner Sicht das Geschehen – auch dann, wenn der Gegner längere Phasen am Ball war.
Für die anstehenden Aufgaben ist der Fahrplan klar formuliert: „Dass wir genauso auftreten wie gestern.“ Konstanz im Auftreten, Kompaktheit gegen den Ball und Effizienz bei Standards sollen den roten Faden bilden. Mit dieser Haltung und der Schärfe in den entscheidenden Momenten sieht Höfler seine Mannschaft auf dem richtigen Weg – nicht, weil alles fehlerfrei war, sondern weil Haltung, Widerstandskraft und Zielstrebigkeit stimmten.