Nach dem Duell in der 2. Klasse Waldviertel Zentral zwischen dem USC Bad Großpertholz und dem SC Pfaffenschlag überwog Ernüchterung: Trainer David Artner sprach von fehlender Konsequenz in der Defensive und frühen Nackenschlägen, die den Ton setzten. Er sah Pfaffenschlag bei Chancen, Ballbesitz und Zweikampfverhalten im Vorteil und fordert nun mehr Aggressivität, Wachheit und Spielfreude – von der 1. Minute an.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Bad Großpertholz lief früh hinterher. Die Gäste nutzten die Anfangsphase eiskalt: In der 3. Minute stellte Thomas Fraissl auf 0:1, in der 17. Minute erhöhte Thomas Masch auf 0:2, ehe Tomas Batrla in der 22. Minute das 0:3 nachlegte. Das passte zur Analyse des Trainers, wonach sein Team den Zugriff verpasste und der Verlauf früh entschieden war. Kurz vor der Pause meldete sich Martin Kuncl zurück und verkürzte in Minute 41 zum 1:3 – ein kurzer Hoffnungsschimmer.
In der Chancenbilanz und im Ballbesitz sah Artner klare Vorteile beim Gegner. Pfaffenschlag hatte über weite Strecken die Spielkontrolle; Bad Großpertholz kam zwar zu einem Stangenschuss und einigen Möglichkeiten, insgesamt setzte sich jedoch die größere Präsenz der Gäste durch. Nach Wiederbeginn ließ Pfaffenschlag nicht nach: Nico Pruckner traf in der 51. und 81. Minute und stellte mit seinem Doppelpack auf 1:4 und 1:5.
Alibis oder Sündenböcke suchte der Trainer nicht: Die Mannschaft habe als Kollektiv nicht gut genug agiert und deshalb verdient verloren. Für die kommenden Einheiten formulierte Artner eine klare Vorgabe: aggressiver und wacher sein – von der 1. Minute an –, frühe Gegentreffer vermeiden und wieder mit mehr Lust Fußball spielen. Nicht alles sei schlecht gewesen, betonte er, doch in dieser Partie überwogen eindeutig die negativen Eindrücke.