Ein spätes Gegentor kostete dem UFC Arbesbach den vollen Lohn im Duell der 2. Klasse Waldviertel Zentral mit dem SV Weitra: 1:1 nach Führung. Nach einem Standard traf Julian Lichtenwallner früh (19.), ehe Ivo Pistek in der 90.+2 doch noch ausglich. Trainer Stefan Eichhorn sprach von einer starken Leistung über weite Strecken und einem bitteren Ende: "Wir haben es versäumt, das zweite Tor zu machen." Gleichzeitig hielt er fest: "Ich bin großteils zufrieden, die Richtung stimmt – das gehört zu unserem Lernprozess."

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Arbesbach startete genau so, wie es sich Trainer Stefan Eichhorn vorgenommen hatte: mit Tempo, Mut und sauberer Ordnung gegen die konterstarken Gäste. "Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir großteils hinübergebracht", sagte er. Die Hausherren belohnten sich früh: Nach einem Standard bugsierte Julian Lichtenwallner den Ball in Minute 19 zum 1:0 über die Linie, die Führung zur Pause (1:0) war verdient. "Wir wussten um die schnellen Spieler vorn und haben auf eine gute Restverteidigung geschaut. Das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen." Nach dem Seitenwechsel ließ die Intensität nach, "Weitra ist auch eine Spur besser geworden", so Eichhorn. Chancen aufs 2:0 waren da, doch Arbesbach ließ sie aus – und in der Nachspielzeit (90.+2) traf Ivo Pistek zum 1:1. "Ganz, ganz bitter in der 91., 92. Minute", rang der Coach um Worte.
Wer dem Sieg näher war? Eichhorn sah Vorteile bei seiner Elf: "Von den Spielanteilen waren wir schon überlegen und wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel wirklich auf uns gezogen." Auch nach der Pause gab es gute Phasen: "Wir hatten phasenweise mehr Ballbesitz und ein, zwei Torchancen." Gleichzeitig nahm er die Reaktion der Gäste wahr: "Bei Weitra haben die Wechsel gut funktioniert." Besonders warnte er vor der Offensivqualität: "Mit Rozliwka und Pistek haben sie zwei Spieler, die in dieser Liga zu den besten Offensivspielern zählen – die sind immer für ein Tor gut." Genau so kam es: Arbesbach leistete sich zum Schluss "ein, zwei kleine Unaufmerksamkeiten", Pistek nutzte es eiskalt zum Ausgleich in Minute 90.+2. Die Punkte teilten beide Teams, obwohl Arbesbach lange vieles im Griff hatte.
Trotz des späten Nackenschlags blieb Eichhorn positiv. "Es war ein intensives Match. Die Mannschaft hat zusammengehalten. Wir sind ein cooler Haufen, wir müssen geduldig bleiben und Woche für Woche arbeiten", betonte er. Was fehlte? "Ein zweiter Treffer hätte uns gutgetan, dann hätten wir das Spiel wahrscheinlich auf unserer Seite gehabt." Kritisieren wollte er direkt nach Abpfiff nicht: "Ich lasse mir bewusst Zeit bis zur nächsten Trainingseinheit, dann sprechen wir intern Dinge an." Auch zur Linie des Unparteiischen blieb er sachlich: "In der zweiten Halbzeit war’s ruppiger, da war nicht alles optimal, aber das hat nichts mit dem Ergebnis zu tun."
Der Punkt ist gegen ein Topteam kein Beinbruch: Weitra liegt in der Tabelle auf Rang zwei (39 Punkte), Arbesbach hält als Vierter bei 38 Zählern. "Hätten wir gewonnen, hätten alle gesagt: ganz tolles Spiel. Das lassen wir uns auch mit dem 1:1 nicht nehmen", so Eichhorn – und der Blick bleibt nach vorn.