Ein intensives Remis in der 20. Runde der 2. Klasse Waldviertel Zentral: Der UFC AMON Langschlag und der USV Allentsteig trennten sich 1:1. Allentsteig führte zur Pause 0:1, ehe Langschlag nach dem Wechsel ausglich. Für Trainer Markus Maier war es „ein Spiel mit vielen Zweikämpfen“ und einer Menge Torchancen auf beiden Seiten. Er lobte seine Elf für eine starke Einstellung, haderte aber mit verpassten Möglichkeiten und einer strittigen Szene: „Uns fehlten das nötige Glück und die Konsequenz im Abschluss – und wir hätten einen Handelfmeter bekommen müssen.“

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Allentsteig erwischte den besseren Beginn und ging früh in Führung. In Minute 15 traf Adam Nomilner zum 0:1 und belohnte damit den mutigen Auftritt der Gäste. Markus Maier gefiel vor allem die Art des Treffers: „Das erste Tor war sehr schön, ein Schuss von sechzehn Metern.“ Danach blieb es ein offenes, körperbetontes Spiel, in dem beide Seiten zu Möglichkeiten kamen. „Wir hatten mehrere gute Chancen, zweimal alleine vor dem Tor“, schilderte Maier. Gleichzeitig hielt Allentsteigs Tormann in Hälfte eins zweimal stark, während auf der Gegenseite auch Langschlags Schlussmann gefordert war. Bis zur Pause brachte die Maier-Elf das 0:1 konzentriert in die Kabine, ohne sich allzu weit zurückzuziehen. Nach dem Seitenwechsel verpassten die Gäste laut Maier „zwei Hundertprozentige“, was sich rächen sollte: In der 66. Minute schlug Langschlag zurück – Maximilian Ludwig Markus Schwab stellte auf 1:1.
In der Analyse legte Markus Maier den Fokus auf Haltung und Arbeit gegen den Ball. „Die Einstellung und die kämpferische Leistung waren echt top. Ich muss den Hut vor der Mannschaft ziehen“, sagte der Trainer, der dabei auch die personelle Lage im Hinterkopf hatte: „Uns haben viele Spieler gefehlt, trotzdem hat die Mannschaft das toll umgesetzt.“ Genau deshalb fühlte sich das Remis für ihn ein wenig zu wenig an, denn die Chancen waren da. „Es hat das nötige Glück und die Konsequenz im Abschluss gefehlt“, brachte Maier den Knackpunkt auf den Punkt. Dass die Partie über weite Strecken offen blieb, führte er auch auf einen starken Heimkeeper und die Effizienz der Hausherren beim Ausgleich zurück. Zugleich betonte er, dass ihn Langschlag nicht überrascht habe: „Nein, eigentlich nicht. Ich kannte die Mannschaft.“ Sein Fazit blieb dennoch positiv: Einsatz, Organisation und Wille passten – nur das zweite Tor fehlte.
Für Gesprächsstoff sorgte in der Schlussphase vor allem eine Szene im Strafraum von Langschlag. Maier blieb bei seiner Sicht: „Wir hätten einen Elfer bekommen müssen. Das war ein klares Handspiel.“ Trotz dieses Ärgers fand der Allentsteig-Coach versöhnliche Worte für den Schiedsrichter: „Der Schiedsrichter war sehr, sehr gut – bis auf diese eine Szene.“
Sportlich gesehen brachte der Abend beiden Seiten einen Zähler: Langschlag steht mit 29 Punkten im soliden Mittelfeld, Allentsteig hält bei 25 Zählern und bleibt dran. Unterm Strich war es eine Partie, die von Biss und Laufarbeit lebte. Allentsteig führte, ließ nach der Pause die große Vorentscheidung liegen und kassierte dann den Ausgleich. Danach blieb es eng – mit der strittigen Aktion zum Schluss. Maier blickte dennoch nach vorn: Mit dieser Einstellung will seine Elf weiter punkten.