In der 21. Runde der 2. Klasse Waldviertel Zentral feierte der USV Windigsteig gegen den SC Zwettl II einen 4:2-Heimsieg nach 1:2-Pausenrückstand. Die Gäste hatten anfangs mehr vom Spiel, ehe Windigsteig kurz vor der Pause per Freistoß zurückkam und nach dem Seitenwechsel eiskalt drehte. Sektionsleiter Reinhard Höfler sprach von einem „kurzen Momentum“ direkt nach dem Ausgleich – und von einer Mannschaft, „die kaltschnäuzig ihre Chancen genützt hat“. Am Ende stand ein verdienter Dreier, weil die Hausherren im richtigen Moment zulegten und die Partie konsequent auf ihre Seite zogen.
Die ersten dreißig Minuten gehörten ganz klar den Zwettlern. „Zwettl war in der ersten halben Stunde spielbestimmend, mit sehr gefährlichen Angriffen“, schilderte Reinhard Höfler. Das spiegelte sich auf der Anzeigetafel wider: Jakob Seemann traf in der 18. Minute zum 0:1 und legte in der 38. Minute das 0:2 nach. Windigsteig hatte in dieser Phase Mühe, Zugriff zu bekommen, blieb aber im Spiel – und setzte genau vor dem Pausenpfiff ein wichtiges Lebenszeichen. Manfred Wimmer zirkelte einen Freistoß zum 1:2 ins Netz (40.), eine Szene, die Höfler als Initialzündung deutete: „Der Freistoß kurz vor der Halbzeit hat uns noch einmal Auftrieb gegeben.“ Mit diesem Gefühl ging es in die Kabinen und mit dem klaren Plan, nach der Pause entschlossener aufzutreten.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren genau mit dieser Entschlossenheit zurück. In der 52. Minute traf Vaclav Vasicek zum 2:2 – und plötzlich kippte die Partie. „Gleich nach Wiederbeginn, als wir den Ausgleich geschossen haben, hatten wir das kurze Momentum auf unserer Seite“, sagte Höfler. Windigsteig blieb am Drücker und legte nahezu im nächsten Angriff nach: Daniel Lerch stellte in der 54. Minute auf 3:2. Das Heimteam nutzte die Phase eiskalt, blieb griffig in den Zweikämpfen und suchte konsequent den Abschluss. Lerch machte eine gute Viertelstunde später den Deckel drauf und erhöhte in Minute 66 auf 4:2. „Dann haben wir die Tore gleich gemacht und somit war das Momentum auf unserer Seite“, fasste Höfler die effizienteste Phase seiner Truppe zusammen – eine Phase, die das Spiel entschied.
Was Windigsteig an diesem Abend stark machte, brachte der Sektionsleiter knapp auf den Punkt: „Unsere größte Stärke war der geschlossene Kampfgeist. Die Mannschaft hält zusammen.“ Höfler hob besonders den Willen hervor: „Wir haben nie aufgegeben, immer weitergekämpft und die Löcher wieder gestopft.“ Gleichzeitig sparte er nicht mit Respekt für den Gegner: „Zwettl ist eine sehr lauffreudige, spielstarke Mannschaft. Da muss man von der ersten bis zur letzten Minute die Zweikämpfe suchen und ihnen keinen Meter Platz lassen.“ Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Der Schiedsrichter war völlig in Ordnung. Strittige Situationen gibt es immer, aber großteils hat er es sehr gut gemacht.“ Mit nun 26 Punkten rangiert Windigsteig auf Platz zehn, Zwettl II hält bei 28 Zählern auf Rang acht – für die Hausherren bedeutet dieser Heimsieg vor allem Rückenwind für den Schlussspurt der Saison.