Der 2. Klasse Waldviertel Zentral-Zehnte SV Hoheneich schließt eine fordernde Rückrunde ab und richtet den Blick nach vorne: Mit der neuen Spielgemeinschaft mit Brand-Nagelberg, einem neutralen Trainer und leicht geschärften Zielen soll der nächste Schritt gelingen. Sportchef Fabian Krawczyk spricht offen über Verletzungspech, Kaderanpassungen und positive Entwicklungen bei den jungen Spielern – und bleibt trotz aller Baustellen zuversichtlich: „Die Ziele werden ein bisschen schärfer sein als voriges Jahr, und wir trauen uns einiges zu.“

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Fabian Krawczyk spart im Rückblick nicht mit klaren Worten. „Wir sind mit einer guten Vorbereitung in die zweite Saisonhälfte gestartet, aber dann kamen die Verletzungen schnell“, sagt der Sportliche Leiter. Der Kader war schmal, das machte das Kompensieren schwer. „Es war eine schwierige und herausfordernde Rückrunde für uns“, so Krawczyk, auch weil bei der Legionärsfrage nicht alles glücklich lief. Dennoch blieb die Mannschaft dran. „Je länger die Rückrunde gedauert hat, desto besser wurden unsere Leistungen. Wir haben uns gefangen und als Team gut gearbeitet.“ Der Tenor: kein Jammern, sondern nüchterne Analyse und das klare Gefühl, dass der Trend zum Schluss wieder gestimmt hat.
Rund um die neue Spielgemeinschaft mit Brand-Nagelberg setzt Hoheneich auf Transparenz und ein gemeinsames Miteinander. „Die Stimmung ist gut. Wir machen einen Abschlusskick, setzen uns mit den Spielern aus Brand zusammen und erklären, wie die SG funktionieren wird“, beschreibt Krawczyk die nächsten Schritte. Der Trainerposten ist vergeben, der Name folgt offiziell: „Wir wollten einen neutralen Trainer, den haben wir gefunden. Bekannt geben wir es über die Vereinshomepage.“ Auch personell gibt es klare Linien: „Wir minimieren die Legionäre.“ Fix ist der Abschied von Michal Stropek und David Smolen. „Ich bedanke mich für ihren Einsatz. Für David stehen die Türen immer offen.“ Auf der Verletztenliste stehen Sebastian Oels und Stefan Hobbiger nach Kreuzband-OPs, beide werden im Herbst fehlen. „Matthias Fichtinger war zuletzt mit Muskelfaserriss angeschlagen, sollte zum Vorbereitungsstart aber wieder fit sein“, so Krawczyk.
Sportlich hebt Krawczyk vor allem die Jungen hervor. „Besonders freut mich die Entwicklung von Daniel Trötzmüller. Als Stürmer hat er in drei Spielen drei Tore gemacht und Selbstvertrauen getankt.“ Auch Fabio Dangl habe Schritte nach vorne gemacht: „Beide sind jung, da steckt viel Potenzial drin.“ Beim Torjäger weist der Sportchef den Druck von Fichtinger weg: „Er hatte eine kleine Flaute und war verletzt. Er hat nichts verlernt.“ Den Maßstab setzte aus seiner Sicht der Meister: „Pfaffenschlag hat die Mischung aus Routiniers und Jungen super hinbekommen und verdient gewonnen.“ Anerkennung gibt es auch für Arbesbach: „Mit vielen jungen Spielern und nur zwei Legionären – das zeigt, dass die Liga stark und ausgeglichen ist. Wir hätten viele Partien gewinnen können, wenn wir unsere Chancen besser nutzen.“
Die Zieldefinition erfolgt bewusst mit dem neuen Coach und der Mannschaft. „Im ersten SG-Jahr schauen wir, wie es greift. Aber klar ist: Die Ziele werden ein bisschen schärfer sein als voriges Jahr“, sagt Krawczyk. In der kurzen Sommerphase setzt Hoheneich auf Basics: „Am Anfang stehen Grundlagenausdauer und Kondition, dazu kommen taktische Inhalte, die ich mit dem Trainer besprochen habe. In kurzer Zeit müssen wir das Beste herausholen.“ Organisatorisch war Geduld gefragt: „Wir haben uns mit der Vorbereitung Zeit gelassen, weil lange nicht hundertprozentig klar war, wie und wo die SG startet.“ Für Testspiele ist der Klub offen und sucht noch ein, zwei Gegner.