In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat USV Windigsteig zum Auftakt gegen SV Groß-Siegharts einen 2:1-Heimsieg geholt. Nach einem 0:0 zur Pause stellte Vaclav Vasicek die Partie mit seinem Doppelpack auf die Seite der Gastgeber, ehe Jiri Mica erst spät noch verkürzte. Sektionsleiter Reinhard Höfler sah den Schlüssel im frühen Treffer nach der Pause und in einer Mannschaft, die leidenschaftlich verteidigte.

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Die erste Halbzeit entwickelte sich laut Reinhard Höfler so, wie es das 0:0 zur Pause dann auch ausdrückte: ausgeglichen, umkämpft und mit wenig klaren Torchancen. „Erste Halbzeit war eine ziemlich ausgeglichene Partie mit wenig Torchancen. Siegharts vielleicht ein bisschen mehr Ballbesitz, aber sonst ziemlich ausgeglichen“, fasste der Sektionsleiter des USV Windigsteig die ersten 45 Minuten zusammen. Vieles spielte sich also zunächst ohne große Ausschläge ab, ehe das Spiel kurz nach dem Seitenwechsel seinen ersten echten Ausschlag bekam. Genau diesen Moment stellte Höfler auch in den Mittelpunkt seiner Analyse, weil Windigsteig damit auf einmal in eine andere Rolle kam und die Partie von dort weg anders anlegen konnte.
Entscheidend war aus Sicht der Gastgeber die 49. Minute, als Vaclav Vasicek das 1:0 erzielte. Höfler wurde bei der Beschreibung dieser Szene deutlich, weil es nicht irgendein Tor war, sondern eines, das im Gedächtnis blieb. „Die 49. Minute, als Vasicek das 1:0 mit einem Traumheber machte, war für uns der entscheidende Moment“, sagte er. Dazu kamen auch die Bedingungen, die sich rund um die Pause verändert hatten. „Starker Wind und Regen setzten zur Halbzeit ein. Vasicek bekommt einen Pass ungefähr dreißig Meter vor dem Tor, dreht sich um und schließt sofort mit einem perfekten Heber über den Tormann ab.“ Mit diesem Treffer war Windigsteig vorne, und genau das veränderte laut Höfler auch die Herangehensweise seiner Mannschaft. „Da haben wir uns aufs Verteidigen und auf die Umschaltmomente konzentrieren können“, erklärte er.
Dass die Partie nach dem 1:0 nicht einseitig in Richtung USV Windigsteig lief, machte Höfler ebenfalls klar. Im Gegenteil: Er sah den SV Groß-Siegharts in der zweiten Hälfte über weite Strecken als spielbestimmendes Team. „Siegharts war in der zweiten Halbzeit sehr spielbestimmend, hat uns wirklich in die Defensive gedrängt und hatte auch gute Chancen“, meinte Höfler. Trotzdem brachte Windigsteig den Gegner nicht zum Ausgleich, sondern legte in der 73. Minute noch einmal nach, als erneut Vaclav Vasicek zum 2:0 traf. Auch danach war das Spiel nicht ruhig, weil Groß-Siegharts laut Höfler weiter andrückte. Bis kurz vor Schluss hielt die Defensive der Heimischen aber stand. Erst in der 89. Minute kam der Gegner noch zum Anschluss, als Jiri Mica zum 2:1 traf. Bis dahin habe seine Mannschaft „sehr gut verteidigt“.
So zufrieden Höfler mit den drei Punkten war, so klar sprach er auch an, worauf der Sieg aus seiner Sicht aufgebaut war und wo seine Mannschaft noch zulegen muss. Positiv hob er vor allem jene Dinge hervor, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. „Das Zweikampfverhalten, und der unbedingte Wille, Punkte zu machen, waren positiv“, sagte er. Gerade weil Groß-Siegharts in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel hatte, bekamen diese Punkte zusätzlich Gewicht. Gleichzeitig sieht Höfler spielerisch noch Reserven, besonders dann, wenn sich nach Ballgewinnen Räume auftun. „Spielerisch ist noch Luft nach oben, auch was das Zu-Ende-Fahren der Konter betrifft. Das müssen wir noch besser hinkriegen“, sagte er. Seine Zusammenfassung des Abends fiel dann fast schon schlicht aus, traf den Kern aber genau: „Wir 2 Tore, Siegharts nur eines.“ Für den USV Windigsteig steht damit zum Start ein 2:1-Heimsieg und damit ein Auftakt, der zwar nicht makellos war, aber auf Einsatz, Konsequenz und einem starken Vasicek aufgebaut war.