Spielberichte

„Wir waren nicht wirklich da“ – Allentsteig gerät in Zwettl früh ins Hintertreffen

SC Zwettl II
USV Allentsteig

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat der USV Allentsteig beim SC Zwettl II eine klare 0:5-Niederlage hinnehmen müssen. Schon in der Anfangsphase gerieten die Gäste entscheidend ins Hintertreffen, und genau dort setzte auch die Analyse von Sportlicher Leiter Stefan Kramer an. Zwettl war früh vorne, blieb über weite Strecken das aktivere Team und ließ Allentsteig kaum einmal in eine Partie kommen, in der noch Hoffnung auf Punkte aufkam.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Tore legen die Richtung fest

Aus Sicht von Stefan Kramer war die Richtung der Partie sehr früh vorgegeben. „Zwettl war von Anfang an sehr aktiv und spielbestimmend“, sagte der sportliche Leiter der Gäste, und die Anzeigetafel stützte diese Einschätzung rasch. Jakob Seemann brachte die Gastgeber bereits in der 4. Minute in Führung, sechs Minuten später legte Leon Hanny das 2:0 nach. Gerade diese Anfangsphase setzte Allentsteig schwer zu. „Durch die beiden frühen Gegentore waren wir verunsichert“, so Kramer. Zwar fanden die Gäste danach etwas besser in die Partie, wirklich gefährlich wurden sie aber nicht. Mit dem 2:0 zur Pause war Zwettl bereits klar auf Kurs, weil Allentsteig nach Kramers Einschätzung weder die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen noch den Zugriff auf die zweiten Bälle fand.

Nach der Pause bleibt Zwettl am Drücker

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Kramer sprach ausdrücklich nicht von einem einzelnen Knackpunkt, sondern von einer über die gesamte Spielzeit schwachen Vorstellung seiner Mannschaft. „Es gibt keinen entscheidenden Moment. Wir haben nie wirklich ins Spiel gefunden und konnten nie wirklich gefährlich werden“, sagte er. Während Allentsteig offensiv kaum zu Abschlüssen kam, nutzte Zwettl seine Möglichkeiten konsequent. Jakob Seemann erhöhte in der 53. Minute auf 3:0 und stellte mit zwei weiteren Treffern in der 63. und 71. Minute den 5:0-Endstand her. Dass Seemann damit viermal traf, passte aus Sicht der Gäste zum Gesamtbild eines Nachmittags, an dem Zwettl das aktivere Team blieb und Allentsteig nie in eine Phase kam, in der noch einmal etwas möglich gewesen wäre.

Klare Worte ohne Ausreden

Kramer nahm nach dem Schlusspfiff kein Blatt vor den Mund und suchte die Gründe in erster Linie bei der eigenen Mannschaft. „Der Biss hat gefehlt. Wir waren nicht griffig genug, in den Zweikämpfen nicht aggressiv und nicht am Gegenspieler“, sagte er. Auch mit Ball blieb Allentsteig vieles schuldig. „Wir konnten kaum Chancen herausspielen und waren in der Offensive nicht durchschlagskräftig. Gestern war einfach kein guter Tag für uns.“ Zwar sprach Kramer eine Einwurfszene vor dem 2:0 an, die aus seiner Sicht und nach Meinung vieler Zuschauer nicht korrekt gewesen sei. Eine Ausrede wollte er daraus aber nicht machen. „Nichtsdestotrotz waren wir zu schwach in allen Belangen, und die Niederlage geht so in Ordnung.“ Deutlicher konnte die Einordnung des 0:5 kaum ausfallen.

Was Allentsteig aus dem 0:5 mitnehmen muss

Damit bleibt Allentsteig nach drei Runden bei einem Punkt auf Rang zehn, während Zwettl II mit nun sechs Zählern ins obere Mittelfeld vorstößt. Für Kramer liefert die Niederlage vor allem einen klaren Arbeitsauftrag. „Wir haben viele Grundtugenden vermissen lassen“, sagte er und meinte damit genau jene Dinge, die im Unterhaus oft den Unterschied machen: Nähe zum Gegenspieler, Zweikampfführung, Engagement und Aufmerksamkeit über 90 Minuten. Gerade weil Zwettl in diesen Bereichen laut Kramer „in allen Belangen besser“ war, fiel das Ergebnis so deutlich aus. Für Allentsteig wird es nun darum gehen, diese Basics im nächsten Spiel wieder konsequenter auf den Platz zu bringen.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Zwettl II : USV Allentsteig - 5:0 (2:0)

  • 71
    Jakob Seemann 5:0
  • 63
    Jakob Seemann 4:0
  • 53
    Jakob Seemann 3:0
  • 10
    Leon Hanny 2:0
  • 4
    Jakob Seemann 1:0