Spielberichte

„Unterm Strich ein gerechtes Unentschieden“ – Groß-Siegharts nimmt aus Brand einen Punkt mit

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Brand - Nagelberg/Hoheneich
Groß-Siegharts

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat SV Groß-Siegharts beim SG Brand - Nagelberg/Hoheneich ein 1:1 mitgenommen. Aus Sicht der Gäste war es eine Partie mit Phasen für beide Seiten, in der sich am Ende keine Mannschaft den Sieg klar verdient hatte. Obmann-Stellvertreter Erwin Hager sprach nach dem Schlusspfiff von einem „unterm Strich gerechten Unentschieden“ – und genau so ließ sich dieses Spiel auch einordnen.

Ein Hund steht hinter der Eckfahne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgeglichener Beginn, dann fallen die Tore schnell hintereinander

Die erste Hälfte verlief nach Hagers Eindruck lange ohne klare Dominanz, ganz ohne Vorteile für die Gastgeber war sie aber nicht. „Im Großen und Ganzen war es ausgeglichen, aber mit den besseren Chancen für Brand-Nagelberg, vor allem vor der Pause“, sagte er. In Führung ging die Heimelf in der 21. Minute, als ein scharf hereingebrachter Freistoß im Strafraum noch abgefälscht wurde und Christoph Steindl aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Groß-Siegharts reagierte aber rasch und fand schon in der 28. Minute die passende Antwort. Der Ball kam über mehrere Stationen zu David Motl, der laut Hager aus rund 25 bis 30 Metern „einen super Weitschuss genau ins Kreuzeck“ setzte und damit den Ausgleich herstellte.

Groß-Siegharts hält dagegen, nach vorne bleibt noch Luft

Mit dem 1:1 blieb die Partie offen, und Hager sah auch nach der Pause kein Spiel, das klar in eine Richtung kippte. Für ihn war wichtig, dass seine Mannschaft körperlich voll da war und sich in den Zweikämpfen nicht den Schneid abkaufen ließ. „Vom Physischen her haben wir gut dagegengehalten, die Zweikämpfe angenommen. Das war gut für uns“, meinte er. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, was ihm bei seinem Team noch gefehlt hat. Vor allem im Offensivspiel hätte sich der Funktionär mehr gewünscht, weil Groß-Siegharts zu wenige klare Torchancen herausspielen konnte. Dazu kam, dass vorne der zentrale Stürmer fehlte. Den Gegner erlebte Hager als kompakt und gefährlich, gerade im letzten Drittel habe Brand-Nagelberg immer wieder Aktionen gut zu Ende gespielt.

In der Schlussphase wird es noch einmal offen

Richtig Fahrt nahm die Partie noch einmal in den letzten Minuten auf. In der 82. Minute gab es aufseiten der Gastgeber einen Ausschluss, den Hager klar bewertete. „Das war aus meiner Sicht eine klare Rote Karte“, sagte er. Zugleich stellte er aber auch fest, dass die Begegnung davor und insgesamt fair geblieben sei. Mit dem Unparteiischen war er deshalb ebenfalls einverstanden: „Im Großen und Ganzen eine gute Schiedsrichterleistung, keine groben Schnitzer.“ Für Groß-Siegharts war in dieser Phase noch einmal mehr möglich. Hager sprach von „ein paar guten Chancen“ und mehreren Halbchancen ab der 80. Minute. Der entscheidende zweite Treffer gelang den Gästen allerdings nicht mehr, obwohl die Partie da noch einmal offen war.

Jan Dvorak hält den Punkt fest, Hager zieht ein nüchternes Fazit

Dass Hager das Remis am Ende trotzdem ohne großes Hadern einordnete, lag auch daran, dass sein Team davor selbst heikle Momente zu überstehen hatte. Gerade kurz vor der Pause wurde Brand-Nagelberg noch einmal richtig gefährlich. „Die letzten paar Minuten vor der Pause haben wir ein bisschen Glück gehabt“, sagte er und erinnerte an einen Lattenschuss sowie an zwei starke Paraden von Jan Dvorak. Ohne diese Szenen hätte die Partie auch anders laufen können. Deshalb fiel das Schlussurteil aufseiten der Gäste bewusst sachlich aus: „Die Halbchancen in den letzten zehn Minuten haben wir nicht verwerten können. Somit muss man mit dem Unentschieden leben.“ Weil Groß-Siegharts hinten einiges wegverteidigte, vorne aber selbst nicht genug nachlegte, passt die Punkteteilung aus Sicht der Gäste letztlich genau zum Spielverlauf.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Brand - Nagelberg/Hoheneich : Groß-Siegharts - 1:1 (1:1)

  • 28
    David Motl 1:1
  • 21
    Christoph Steindl 1:0