In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat UFC AMON Langschlag gegen SG Brand - Nagelberg/Hoheneich eine heftige 2:6-Heimniederlage kassiert. Dabei hatte es für die Gastgeber mit dem frühen 1:0 noch ideal begonnen, ehe die Partie schon vor der Pause völlig entglitt. Trainer Dominik Hinterndorfer fand danach klare Worte und sagte offen: "Wir haben die Partie in der ersten Halbzeit verloren."

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Der Abend begann für Langschlag eigentlich genau so, wie man sich ein Heimspiel vorstellt. Schon in der 3. Minute brachte Jakub Jan Cembala die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Doch dieser Vorsprung hielt praktisch gar nicht an. Nur eine Minute später glich Matthias Fichtinger zum 1:1 aus, und damit nahm die Partie eine Richtung, die aus Sicht der Heimischen nicht mehr zu stoppen war. Nico Schmid stellte zunächst in der 10. Minute auf 1:2 und traf danach auch noch in der 27., 38. und 42. Minute. Dazwischen und danach bekam Langschlag überhaupt keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Filip Nehyba setzte in der 43. Minute auch noch das 1:6 drauf, womit die Partie schon zur Pause entschieden war. Dass Patrick Hahn in der 59. Minute noch auf 2:6 verkürzte, änderte am Gesamtbild nichts mehr. Hinterndorfer brachte die erste Hälfte mit einem harten, aber klaren Satz auf den Punkt: "Was in der ersten Halbzeit passiert ist, ist mit einem Wort zusammengefasst: Katastrophe."
Der Langschlager Trainer suchte nach dem Schlusspfiff gar nicht erst nach Ausreden. Vielmehr sprach er ungewöhnlich offen darüber, was seine Mannschaft vor allem vor der Pause nicht auf den Platz gebracht hatte. "Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen", sagte Hinterndorfer, und genau darin sah er einen der Hauptgründe für den klaren Spielverlauf. Dazu kamen aus seiner Sicht viel zu viele Fehler im Aufbau und in der Vorwärtsbewegung. "Wir haben so viele Fehlpässe gehabt. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir einmal eine gute Szene fertig gespielt haben", erklärte er. Besonders weh taten ihm die Ballverluste im Zentrum, weil die Gäste daraus immer wieder Kapital schlugen. "Wir haben Riesenlücken im Zentrum gehabt, die haben durchkombiniert, teilweise ohne Gegendruck", sagte Hinterndorfer. Ebenso klar ordnete er die Leistung des Gegners ein: Die Gäste hätten "ein super Tempo nach vorne" gehabt und die Fehler "sofort bestraft". Gerade deshalb war für ihn auch die Höhe der Niederlage kein Thema für Diskussionen. "Wir haben verdient in dieser Höhe verloren", hielt der Trainer fest.
Ganz ohne positives Detail wollte Hinterndorfer den Abend dann aber doch nicht stehen lassen. Er sah nach dem Seitenwechsel zumindest eine Reaktion seiner Mannschaft, auch wenn diese am klaren Rückstand nichts mehr ändern konnte. "Wir sind in der zweiten Halbzeit doch um einiges besser aus der Kabine rausgekommen", sagte er. Langschlag gewann phasenweise mehr Zweikämpfe, stand im Positionsspiel besser und versuchte, die Gäste mit höherem Attackieren unter Druck zu setzen. Mehr als der Treffer von Patrick Hahn zum 2:6 sprang daraus aber nicht mehr heraus. Für den Trainer ist deshalb klar, dass der Blick schon jetzt auf die kommende Aufgabe gehen muss. "Wir müssen uns selber aus dem Dreck rausziehen", forderte Hinterndorfer mit Blick auf das letzte Spiel der Herbstsaison. Auch personelle Probleme wollte er nicht gelten lassen. "Auch wenn wir viele Ausfälle haben ist das keine Ausrede, weil Zweikämpfe, Laufbereitschaft und Leidenschaft kann man von jedem, egal ob Jung oder Alt, verlangen." Entsprechend deutlich fiel seine Ansage aus: "Da erwarte ich auf alle Fälle eine Reaktion", sagte der Langschlager Coach vor dem Saisonabschluss gegen Groß-Siegharts.