In der 2. Klasse Wechsel blickt Leopold Weissenböck, sportlicher Leiter von Union Natschbach-L., auf eine Hinrunde zurück, die dem Verein mit 19 Punkten aus elf Spielen Platz sechs bringt. Nach starkem Auftakt mit vier Siegen aus den ersten fünf Runden und einem wichtigen Derbysieg über den SC Neunkirchen zum Abschluss des Herbstes zeigt sich Weissenböck insgesamt zufrieden. Er hebt die kompakte Abwehrarbeit hervor, während er im Angriff noch Potenzial sieht. Die jüngsten Partien – darunter ein Sieg über Kirchberg sowie knappe Niederlagen gegen Pottschach und Hochneukirchen – unterstreichen die enge Leistungsdichte der Liga.
„Der Start in die Saison war mit vier Siegen aus den ersten fünf Spielen hervorragend“, fasst Weissenböck die ersten Wochen zusammen. Nach einer unerwarteten Niederlage in Mönichkirchen sei ein kleiner Bruch im Rhythmus spürbar gewesen, doch die Mannschaft habe sich gefangen.
Besonders stolz ist der sportliche Leiter auf die kompakte Abwehr: „Unsere Defensive war das Prunkstück – wie schon im Frühjahr gehörte sie zu den besten der Liga.“ Auffällig sei jedoch geblieben, dass im Offensivspiel noch Entwicklung möglich ist. Genau hier setzt die Arbeit für die Rückrunde an – mit dem Ziel, im Angriff kreativer und entschlossener aufzutreten.
Im Winter kam es zu mehr Kaderbewegungen als ursprünglich geplant. Bestätigt ist der Abgang von Christoph Peinsipp und Aron Nemeth; darüber hinaus verzeichnete der Verein weitere Veränderungen sowie zwei Neuzugänge (Matyas Bita und Daniel Schwarz), die frische Impulse bringen sollen.
Unglücklich verlief die Saison bisher für Kilian Staudinger, der mit einem Kreuzbandriss länger ausfällt. Weissenböck rechnet damit, dass der Kapitän im Laufe des Frühjahrs wieder mit dem Training beginnen kann. Parallel wird Staudinger während seiner Reha in der Reservemannschaft Verantwortung übernehmen – ein Zeichen dafür, wie eng Spielbetrieb und Nachwuchsarbeit beim Verein verzahnt sind.
Die Stimmung im Verein beschreibt Weissenböck trotz der Umbrüche als stabil und positiv: „Alle sind sehr hoffnungsvoll und motiviert für die Rückrunde.“ Besonders lobend erwähnt er Harald Stellwag, der sich zunehmend im Vorstand engagiert und den Club im administrativen Bereich mitträgt. Auch strukturell bleibt Union Natschbach-L. aktiv: Die Zusammenarbeit zwischen Reserve- und U16-Mannschaft bildet einen wichtigen Schwerpunkt, um Talente schrittweise an den Erwachsenensport heranzuführen. Sportlich will das Team defensiv stabil bleiben und offensiv neue Akzente setzen.
Das Ziel für den Frühling ist klar definiert: ein Platz unter den ersten drei. Weissenböck erwartet eine enge und spannende Rückrunde – nicht zuletzt, weil Tabellenführer Aspang mit zehn Siegen enteilt scheint, dahinter das Feld aber dicht gedrängt liegt. „In dieser Liga kann viel passieren – nach vorne wie nach hinten“, betont er. Der Club startet somit gut vorbereitet, selbstbewusst und mit klarem Plan in den zweiten Saisonteil, um die starke Defensivbasis mit mehr Torgefahr zu verbinden und sich langfristig unter den Spitzenmannschaften der 2. Klasse Wechsel zu etablieren.