Nach einem intensiven Auswärtsauftritt am Samstag um 16:30 Uhr ordnet Herbert Stübegger, Sportlicher Leiter des USC Hochneukirchen, die 90 Minuten beim SC Aspang in der 2. Klasse Wechsel ein. Der Charakter des Spiels? „Taktisch und kampfbetont.“ Seine Mannschaft setzte klar auf defensive Stabilität gegen eine spielstarke Heimelf – und hielt das Duell lange offen. In seinen Aussagen schwingen Anerkennung für die Kontrolle des Gegners und Stolz auf die eigene Disziplin mit. Zugleich überwiegt der Ärger über liegen gelassene Umschaltmomente – mit klarem Fokus auf mehr Effizienz für die nächsten Aufgaben.

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Stübegger zeichnet das Bild eines Spiels, das von taktischer Disziplin und Zweikampfhärte geprägt war. „Aspang hatte mehr Kontrolle über das Spiel; wir waren eher auf das Verteidigen bedacht. Da Aspang eine spielstarke Mannschaft hat, haben wir uns auf die Defensive konzentriert, um ihre Stärken zu neutralisieren.“ Sein Fazit zur Umsetzung fällt positiv aus: „Das Spielsystem, die Taktik wurde sehr gut umgesetzt. Wir haben defensiv stabil gestanden und Aspang kaum zu klaren Chancen kommen lassen.“ Der Plan ging über weite Strecken auf – bis auf eine Szene nach einer Ecke, die später spielentscheidend wurde.
Offensiv sah der Sportliche Leiter zwei Hochkaräter für seine Elf: „In der ersten Halbzeit hatte Leonard Schröder aus kurzer Distanz die große Möglichkeit, scheiterte aber am Torhüter. In der Nachspielzeit waren wir erneut ganz nah dran – der Keeper war bereits geschlagen, doch ein Verteidiger blockte den Schuss.“ Zur Pause stand es 0:0, ehe die Gastgeber in der 63. Minute nach einem Eckball durch Samuel Reiberger zur 0:1-Führung trafen. „Eine Standardsituation hat das Spiel entschieden“, hält Stübegger fest. Erwähnenswert aus seiner Sicht auch eine strittige Szene kurz vor der Pause: „Da gab es ein klares Handspiel – wir hatten Glück, dass kein Elfmeter gepfiffen wurde.“
Im Umschalten attestiert Stübegger seiner Mannschaft Tempo, bemängelt aber die letzte Konsequenz: „Nach Ballgewinnen konnten wir schnell in die Offensive umschalten. Leider haben wir sechs bis sieben sehr gute Kontersituationen nicht in Tore umgemünzt. Vor allem in der ersten Hälfte wäre das 1:0 aus unserer Sicht möglich gewesen – und zu Beginn der zweiten Halbzeit ebenso –, aber wir haben die Situationen nicht gut genug ausgespielt.“
Der Trainingsfokus ist gesetzt: „Effizienz in den Kontersituationen: besser ausspielen und häufiger zum Abschluss kommen.“ Sein Gesamtfazit fällt respektvoll und zugleich nüchtern aus: „Beide Mannschaften haben kampfbetont und intensiv gespielt. Ein X, also ein Remis, wäre meiner Meinung nach gerecht gewesen – Aspang war in diesem Fall die glücklichere Mannschaft und gewinnt 1:0. Gratulation an Aspang.“