Spielberichte

FC Mönichkirchen – Andreas Renner: „3:2 gegen Kirchberg: Defensivplan ging auf – am Ende stand ich im Tor“

FC Mönichkirchen
USV Kirchberg

Ein Abend voller Kampf, Disziplin und Nervenstärke prägte das Duell zwischen dem FC Mönichkirchen und dem USV Raika Kirchberg am Wechsel in der 2. Klasse Wechsel. Trainer Andreas Renner setzte auf einen bewusst defensiven Plan mit schnellen Umschaltmomenten, hob die Geschlossenheit seiner Mannschaft hervor und berichtete von einem furiosen Finish, in dem er selbst zwischen die Pfosten musste. Die Erleichterung über die erkämpften Zähler war spürbar – ebenso der Respekt vor dem robusten Gegner. Im Mittelpunkt standen Haltung, Konzentration und ein Team, das sich in jeden Zweikampf warf.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

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Defensiver Plan und präzise Konter

„Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir haben heute defensiv gespielt und im Konter unser Glück gesucht – das ist sehr gut aufgegangen“, ordnete Renner den Abend ein. Früh setzte Mönichkirchen die eigene Linie durch, als Martin Kis in der 24. Minute kühl zum 1:0 vollendete; der Halbzeitstand von 1:0 passte zur kompakten Ausrichtung. Direkt nach Wiederbeginn schärfte die Heimelf den Vorsprung, als Kristijan Balagovic in Minute 48 auf 2:0 stellte. Kirchberg antwortete prompt: Frederik Stangl verkürzte in der 58. Minute auf 2:1, was Renners Team in eine noch konsequentere Defensivhaltung drängte. In einer Phase wachsenden Drucks setzte Mönichkirchen den nötigen Nadelstich – erneut war es Martin Kis, der in der 72. Minute zum 3:1 traf. Spät blieb es spannend, weil Krisztian Geresi in der 88. Minute auf 3:2 stellte. „Natürlich hatte Kirchberg auch die eine oder andere Torchance. Da war auch ein bisschen Glück dabei“, räumte Renner ein und betonte, dass die Konzentration über 90 Minuten hochgehalten wurde.

Ein kurioses Finish: Trainer wird Torhüter

Die dramatischste Szene hob Renner selbst hervor: „In der 90. Minute musste unser Tormann raus, und ich – als Spielertrainer – ins Tor. Die letzten 5 Minuten musste die Mannschaft mit mir überstehen.“ In dieser turbulenten Schlussphase schnürte Mönichkirchen die Abwehrreihen noch enger, klärte kompromisslos und verteidigte mit sichtbarem Zusammenhalt den knappen Vorsprung. Renner schilderte die Herangehensweise als das konsequente Fortführen des Matchplans bis zur letzten Aktion – mit viel Laufarbeit, griffigem Zweikampfverhalten und dem Mut, jeden Ball zu verteidigen. Der Symbolwert dieses Endspurts war unübersehbar: Das Kollektiv stellte sich über individuelle Eitelkeiten und wuchs an der Aufgabe. Dass es am Ende noch einmal eng wurde, passte zur Intensität eines Abends, an dem Details, Disziplin und Nervenstärke die Geschichte schrieben.

Respekt für Kirchberg und der Blick nach vorn

Renner würdigte den Gegner ausdrücklich: „Kirchberg ist eine sehr kampf- und laufstarke Mannschaft mit einem überragenden Legionär. Sie haben uns das Leben mit weiten Bällen sehr schwer gemacht.“ Dass die eigenen Vorgaben griffen, war für ihn der Kern des Erfolgs: „Die Vorgaben wurden heute eins zu eins umgesetzt. Wir wollten laufstark sein, wir wollten kampfstark sein, wir wollten immer bei der Sache sein – hochkonzentriert. Und das haben wir über 90 Minuten durchgezogen.“ Personell gab es eine wichtige Nachricht: „Verletzte Spieler haben wir momentan nicht. Die einzige Sache, die weh tut, ist die Gelb-Rote Karte eines unserer Spieler – er wird uns im nächsten Spiel in Dürnitz fehlen.“

Trotz der Sperre richtet Renner den Fokus auf das Kollektiv und den nächsten Schritt: „In der jetzigen Situation ist für uns jeder Punkt wichtig. Entscheidend ist, dass wir an uns glauben, weil wir jede Woche im Training zeigen, dass wir Fußball spielen können. Und heute hatten wir neben der Leistung auch das nötige Quäntchen Glück – so konnten wir diese drei Punkte einfahren.“ 

2. Klasse Wechsel: Mönichkirchen : Kirchberg - 3:2 (1:0)

  • 88
    Krisztian Geresi 3:2
  • 72
    Martin Kis 3:1
  • 58
    Frederik Stangl 2:1
  • 48
    Kristijan Balagovic 2:0
  • 24
    Martin Kis 1:0