Im Duell der 2. Klasse Wechsel zwischen dem SC Neunkirchen und dem SVSF Pottschach zeichnete Christoph Mattes ein klares Stimmungsbild: Der Coach sprach von einer verdienten Vorstellung, verwies auf einen prägenden Moment und betonte den Wert des Kollektivs. „Der Sieg war mehr als verdient und hätte ein bisschen höher ausfallen können, wenn wir unsere Konter richtig fertig gespielt hätten“, resümierte er – und erklärte, warum das 2:0 den Nachmittag prägte.

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Pottschach setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen: In Minute 3 stellte Philipp Egger auf 1:0 und gab dem Match eine frühe Richtung. Zur Pause führten die Gäste 1:0. Kurz nach dem Seitenwechsel folgte der aus Sicht des Trainers entscheidende Moment: In der 47. Minute erhöhte Norbert Kokenszky auf 2:0 – genau dieses 2:0 beschrieb Mattes später als Bruchstelle. „Ich glaube, das 2:0 war der Knackpunkt – dennoch hätten wir vorher entscheiden müssen.“ Insgesamt attestierte er seiner Mannschaft ein Chancenplus, während die Spielanteile über weite Phasen ausgeglichen blieben. Effizienz und Stabilität passten – mit Luft nach oben bei den Kontern, die das Ergebnis noch klarer hätten gestalten können.
Individuelle Auszeichnungen standen für Mattes nicht im Vordergrund. Auf die Frage nach einem Mann des Spiels sagte er: „Nein, ich möchte einfach die ganze Mannschaft hervorheben, auch die, die reingekommen sind. Jeder läuft für jeden, jeder kämpft für jeden. Das Teamgefüge passt sehr gut.“ Auch taktisch sah er sich bestätigt: „Die Vorgaben wurden sehr gut umgesetzt.“ Pottschach suchte nicht Dominanz um jeden Preis, sondern nutzte Struktur und Kompaktheit, um in den Schlüsselzonen Vorteile zu erzeugen. Das frühe Tor von Egger gab Vertrauen, das 2:0 durch Kokenszky verschaffte die nötige Ruhe, um das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken. Dass am Ende noch Reserven in der Chancenverwertung blieben, störte Mattes weniger als die Bestätigung, dass sein Team den Matchplan über 90 Minuten trug.
Respektvoll, aber bestimmt hielt sich Mattes mit Einschätzungen zum Kontrahenten zurück: „Ich möchte nichts über den Gegner sagen.“ Deutlich wurde er hingegen beim Blick auf die eigene Personalsituation: Er berichtete von zwei Ausfällen – unter anderem von David Pichler – und rechnet mit ihrer Rückkehr erst in der neuen Saison. Für den Moment überdeckt das Kollektiv die Lücken – getragen von jenem Selbstverständnis, das Mattes mehrfach hervorhob.
So fügt sich auch seine Einschätzung des Spielcharakters in die Gesamterzählung: Chancenplus für Pottschach, ausgewogene Spielanteile und eine Mannschaft, die den Plan sehr gut umsetzt.