Spielberichte

Florian Filsner (Co-Trainer ATSV Puchberg): 'Wir haben unseren Plan durchgezogen'

ATSV Puchberg
SC Aspang

In der 2. Klasse Wechsel feierte der ATSV Puchberg am Samstag einen 2:1-Heimsieg gegen den SC Aspang. Nach einer 1:0-Pausenführung brachte ein Treffer in der Schlussphase die Entscheidung. Co-Trainer Florian Filsner sprach von einem verdienten Erfolg, der auf gewonnenen Zweikämpfen, zweiten Bällen und viel Geduld beruhte. „Wir haben unseren Plan durchgezogen“, betonte er und erklärte, die Tore seien das Ergebnis konsequenter Arbeit gewesen. Gegen den Tabellenführer sind solche Punkte besonders wertvoll – auch, weil sie der Mannschaft Rückenwind für die nächsten Wochen geben.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Früher Lohn für Geduld: Toth stellt auf 1:0

Puchberg legte die Partie so an, wie es sich das Trainerteam vorgenommen hatte: kompakt, zweikampfstark und immer bereit, die zweiten Bälle zu sichern. „Wir haben durchgehend unseren Plan durchgezogen“, sagte Florian Filsner später. Der Einsatz zahlte sich früh aus. In Minute 18 traf Gergo Sandor Toth zum 1:0 und gab dem Heimteam die gewünschte Spielkontrolle. Bis zur Pause blieb es dabei, zur Halbzeit stand es 1:0. Filsner hob besonders die Disziplin und Geduld seiner Elf hervor: „Wir wussten, wenn wir geduldig bleiben und weiter auf unsere Chancen hinarbeiten, wird unser Plan aufgehen.“ Aspang suchte zwar spielerische Lösungen, doch Puchberg ließ im Zentrum wenig zu und blieb in den Duellen präsent.

Aspanger Ausgleich – und Puchbergs Antwort durch Ferenczy

Nach dem Seitenwechsel kam der Tabellenführer besser aus der Kabine. In der 54. Minute gelang Elias Mileder der Ausgleich zum 1:1. Puchberg wankte jedoch nicht, sondern blieb seinem Muster treu: robust in den Zweikämpfen, hellwach beim Nachsetzen. „Spielentscheidend war, dass wir die Zweikämpfe in den meisten Fällen für uns gewonnen haben und immer am zweiten Ball waren“, erklärte Filsner. Der Glaube an den Plan trug die Mannschaft weiter – und in Minute 75 belohnte Donat Peter Ferenczy diesen Weg mit dem 2:1. Eine späte Szene sorgte kurz für Gesprächsstoff: Laut Filsner gab es einen vermeintlichen Ausgleich zum 2:2, der wegen Abseits aber nicht zählte. „Von meiner Warte bin ich mir nicht ganz sicher, ob es Abseits war. Von außen hieß es, er war vorn. Ich hoffe, es wurde richtig entschieden – für uns Gott sei Dank so“, meinte er und ergänzte lobend: „Wir versuchen mit dem Schiedsrichter zu arbeiten, nicht gegen ihn. Das hat gut funktioniert.“

Warum es reichte: Zweikämpfe, zweite Bälle und viel Fleiß

Der Schlüssel lag für Puchberg an diesem Tag im Kollektiv. „Super funktioniert hat der Zusammenhalt. Jeder hat die Meter gemacht, die wehtun. Jeder ist für jeden gelaufen“, sagte Filsner. Diese Bereitschaft spiegelte sich in den kleinen Momenten wider: nachsetzen, drauf bleiben, Ballgewinne erzwingen – genau jene Basics, die eine enge Partie gegen eine Spitzenmannschaft kippen können. „Wir haben den Sieg mehr gewollt. Wir sind als Mannschaft geschlossen aufgetreten“, brachte es der Co-Trainer auf den Punkt. Gleichzeitig blieb er ehrlich, was die Entwicklung betrifft: „Im letzten Drittel gibt es noch Potenzial. Wir wollen die Chancen noch besser ausspielen, aber das kommt mit der Zeit. Wir wissen, was unser Potenzial ist, und dass offensiv noch mehr geht.“

Aspang aus dem Rhythmus gebracht – und ein klares Puchberger Selbstverständnis

Respekt hatte Puchberg durchaus, Ehrfurcht keine. „Aspang versucht grundsätzlich, Fußball zu spielen. Wir haben aber gewusst: Wenn wir das nicht zulassen und im Zweikampf immer zur Stelle sind, können wir etwas reißen“, erklärte Filsner. Genau das gelang: Der Tabellenführer fand über weite Strecken nicht zu seinen typischen Aktionen, weil Puchberg ihn kaum „kicken ließ“. Aus diesem Zugriff entwickelte sich das Selbstvertrauen, auch nach dem 1:1 ruhig zu bleiben und wieder zuzuschlagen.

Für Puchberg sind es nicht nur drei Punkte, sondern eine Bestätigung des eingeschlagenen Wegs. Die Mischung aus Arbeit gegen den Ball, Geduld und besserer Effizienz vorn soll nun mit in die nächsten Runden genommen werden – mit dem klaren Ziel, die gezeigte Intensität Woche für Woche zu bestätigen.

2. Klasse Wechsel: Puchberg : Aspang - 2:1 (1:0)

  • 75
    Donat Peter Ferenczy 2:1
  • 54
    Elias Mileder 1:1
  • 18
    Gergo Sandor Toth 1:0