In der 2. Klasse Wechsel ließ der FC Mönichkirchen beim Union Natschbach-L. mit einem 5:3-Auswärtssieg aufhorchen. Nach einer 2:0-Pausenführung und dem schnellen 3:0 nach Wiederbeginn kam Natschbach noch einmal gefährlich zurück, ehe die Gäste in der Nachspielzeit alles klar machten. Trainer Andreas Renner sah viel Einsatz, starkes Umschalten und sprach von einem harten Elfmeter gegen sein Team und fasste den Schlüssel so zusammen: „Der Wille war heute eindeutig auf unserer Seite.“

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Mönichkirchen fand gut in dieses Spiel und belohnte sich spät in Hälfte eins. In der 42. Minute brachte Martin Kis die Gäste mit 0:1 in Front – eine Aktion, die Renner besonders herausstrich. „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen, waren effizient und haben sehr gut wegverteidigt.“ Die Flanke zum Führungstor, so der Coach, kam von Kristijan Balagovic, Kis nahm den Ball volley und versenkte. Kurz darauf legte Manuel Riedl in Minute 45 zum 0:2 nach, womit die Renner-Elf mit Rückenwind in die Pause ging. Aus dieser kamen die Gäste hellwach: Ein weiter Abschlag, die Kopfverlängerung von Matej Klokner und der tiefe Lauf von Christian Wolf – in der 49. Minute stand es 0:3. „Gleich nach der Pause das 3:0 – das war enorm wichtig“, sagte Renner, der seine Mannschaft für den klaren Auftritt bis dahin lobte.
Ganz erledigt war die Sache freilich nicht. In der 55. Minute verkürzte Thomas Ungerhofer auf 1:3 – aus Renners Sicht nach einem sehr harten Elfmeter. „Ob da alles gepasst hat, lasse ich so stehen, im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter aber gut geleitet“, blieb der Coach fair. Mönichkirchen antwortete zunächst eiskalt: Kristijan Balagovic stellte in der 68. Minute auf 1:4. Doch Natschbach ließ nicht locker, kam – wie von Renner angesprochen – vor allem über Standards gefährlich: Michal Caban traf in der 82. Minute zum 2:4, Krisztian Horvath legte in der 84. Minute das 3:4 nach. „Dann hat das große Zittern begonnen, Natschbach hat alles nach vorne geworfen. Wir haben Gott sei Dank gute Konter gefahren“, schilderte Renner. Den entscheidenden Konter schloss schließlich Martin Kis in Minute 90+5 ab – das 3:5 brachte die erlösenden drei Auswärtspunkte.
In seiner Analyse hob Renner neben dem Willen vor allem den Plan hervor, höher zu attackieren und Natschbach früh anzulaufen. „Unser Umschaltspiel von Defensive in Offensive und umgekehrt hat super funktioniert. Wir wollten den Gegner in der eigenen Hälfte unter Druck setzen – das hat sehr gut geklappt.“ Gleichzeitig sieht er Hausaufgaben: „In der zweiten Halbzeit, als Natschbach mehr Druck gemacht hat, müssen wir cooler werden und solche Phasen besser wegverteidigen.“ Den Gegner würdigte er als körperbetontes Team, das über Eckbälle, Freistöße und Einwürfe stets gefährlich bleibt. Persönlich streute er seinem Tormann ein Lob ein – er „hat uns vor Gröberem bewahrt“ – und nannte Christian Wolf als Mentalitätsspieler, der die Mannschaft mitgerissen habe. Unterm Strich bleibt für den auf Rang 10 geführten FC Mönichkirchen ein wichtiger Auswärtsdreier und die klare Marschroute, in den nächsten Wochen genau an dieses Paket aus Willen, Laufbereitschaft und schnellem Umschalten anzuknüpfen.