In der 18. Runde der 2. Klasse Wechsel setzte sich Gloggnitz II gegen ATSV Puchberg mit 3:2 durch – ein Sieg, der nach einer klaren 3:0-Führung noch heftig wackelte. Trainer Jürgen Röcher sprach von einer deutlichen Steigerung nach der Pause: "Wir waren in der zweiten Halbzeit viel, viel besser", zugleich aber auch warnend: "Wir haben es fast aus der Hand gegeben." Nach schwierigem Beginn übernahm sein Team das Kommando, musste am Ende jedoch noch einmal ordentlich arbeiten.

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Aus Gloggnitzer Sicht startete die Partie holprig. „Puchberg war am Anfang ein bisschen besser, hatte zwei gute Chancen“, schilderte Röcher den Beginn, ehe seine Elf Schritt für Schritt Zugriff bekam und bis zur Pause kaum mehr etwas zuließ – zur Halbzeit stand es 0:0. Kurz nach dem Seitenwechsel kam der erste Treffer: In Minute 49 stellte Daniel Dominik auf 1:0. Röcher ordnete das so ein: "Das 1:0 war ein Freistoß, ein wunderschöner Schuss." Danach legte Redon Raci nach, traf in der 60. zum 2:0 und in der 74. Minute sogar zum 3:0. Doch Puchberg gab nicht auf: Donat Peter Ferenczy verkürzte in der 78. und 80. Minute auf 3:2. „Wir haben 3:0 geführt und das Spiel fast wieder aus der Hand gegeben“, räumte Röcher offen ein.
Die Erklärung für diesen Wechsel im Spielbild lieferte der Trainer gleich mit. „In der ersten Halbzeit waren die Räume zu weit auseinander“, sagte Röcher und meinte damit, dass seine Mannschaft dem Gegner anfangs zu viel Platz ließ. Nach der Pause drehte Gloggnitz II an den richtigen Schrauben. „In der zweiten Halbzeit waren wir viel, viel besser. Das Pressing hat besonders gut funktioniert“, betonte er. Auch der Start in Hälfte zwei passte für ihn: „Wir kamen aus der Kabine viel intensiver.“ Rund dreißig Minuten nach Wiederbeginn, also mit dem 3:0 in Minute 74, sah er die Partie vorentschieden: „Nach dreißig Minuten der zweiten Halbzeit haben wir die Partie entschieden.“ Am Ende überwog trotzdem die Zufriedenheit: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft.“
Respekt zeigte Röcher ausdrücklich für den Gegner. „Puchberg hat sich gegenüber dem Herbst sehr verstärkt. Das ist eine sehr gute Mannschaft und die wird ihre Punkte noch machen. Großes Lob an Puchberg“, sagte er und verwies damit auch auf die zwei schnellen Anschlusstreffer. Auch die Leitung des Unparteiischen war für ihn kein Thema: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, da war alles in Ordnung.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung des Heimerfolgs: Gloggnitz II hält nach 18 Runden bei 26 Punkten auf Rang sechs, Puchberg scheint mit 13 Zählern als Elfter auf. Für Gloggnitz gilt es nun, die gute Phase nach der Pause häufiger über 90 Minuten zu tragen.