Spielberichte

Natschbach-L. siegt 4:3 im wilden Duell – Caban stellt mit dem 4:2 die Weichen

Natschbach-L.
USV Kirchberg

Ein echtes Torspektakel in der 2. Klasse Wechsel: Die Union Natschbach-L. ringt den USV Raika Kirchberg am Wechsel mit 4:3 nieder. Nach wildem Beginn, einem Doppelschlag von Krisztian Horvath vor der Pause und dem späten Zittern blieb Natschbach knapp obenauf. Sportchef Leopold Weissenböck sprach von „einigem Spielglück“ und hob das 4:2 als Knackpunkt hervor. Kirchberg kam zwar in der Nachspielzeit noch einmal heran, für Zählbares reichte es aber nicht.

Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

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Wüster Auftakt, schneller Ausgleich und ein Doppelschlag, der das Spiel kippt

Vom Anpfiff weg war Tempo drin, beide Teams suchten sofort den Weg nach vorne. „Es war vom Start weg eine sehr wilde, relativ unkontrollierte Partie“, beschrieb Natschbachs sportlicher Leiter Leopold Weissenböck. Kirchberg legte den ersten Treffer vor: In Minute 8 traf Florian Fahrner zum 0:1. Natschbach antwortete, blieb am Drücker und stellte durch Thomas Ungerhofer in der 19. Minute auf 1:1. Rund um die 30. Minute sah Weissenböck einen Schlüsselmoment: „Kirchberg hätte aus meiner Sicht einen sehr klaren Elfmeter bekommen müssen – da haben wir definitiv Glück gehabt.“ Kurz darauf kippte die Begegnung: Krisztian Horvath schlug zweimal eiskalt zu (39., 42.) und drehte das Spiel binnen drei Minuten auf 3:1. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte meldete sich Kirchberg zurück, Krisztian Geresi verkürzte auf 3:2 – die Partie blieb völlig offen.

Kurzes Wackeln nach der Pause – Caban bringt Ruhe, Fahrner macht’s noch einmal spannend

Natschbach kam nicht reibungslos aus der Kabine. „Die fünf Minuten nach der Pause waren ein bisschen wackelig“, gab Weissenböck ehrlich zu. Kirchberg suchte den Ausgleich, doch der nächste Treffer fiel auf der anderen Seite: Michal Caban stellte in der 64. Minute auf 4:2 und verschaffte den Hausherren wieder Luft. „Das 4:2 von Michal Caban war der Punkt, wo wir in Richtung Heimsieg eingebogen sind“, ordnete Weissenböck ein. Kirchberg gab sich nicht geschlagen, drückte bis zum Schluss und wurde in Minute 90+3 noch mit dem 4:3 durch Florian Fahrner belohnt. Mehr ließ Natschbach aber nicht zu, auch weil die Gastgeber in dieser Phase konsequenter verteidigten und die knappe Führung über die Linie brachten.

Vorne lebendig, hinten mit Luft nach oben – Weissenböck sieht Licht und Schatten

In seiner Analyse fand Weissenböck klare Worte zur Balance im Team. „Unser Offensivspiel ist lebendiger als in der Herbstsaison. Wir haben vier Tore gemacht und hätten wahrscheinlich noch zwei, drei mehr machen müssen“, sagte er und lobte die Angriffsreihe um Doppelpacker Krisztian Horvath sowie die Schützen Thomas Ungerhofer und Michal Caban. Gleichzeitig nahm er die Hintermannschaft in die Pflicht: „Dafür haben wir defensiv aktuell gerade in den Heimspielen nicht die Kompaktheit, die wir in den letzten Halbserien gehabt haben.“ Auch zum Unparteiischen äußerte er sich mit Augenmaß: Der nicht gegebene Strafstoß für Kirchberg sei „ein Fehler“ gewesen, insgesamt aber „keine leicht zu leitende Partie“. Aus Sicht Natschbachs blieb am Ende die Erkenntnis, dass Einsatz, Effizienz vorne und ein Quäntchen Glück zusammenpassten.

Respekt für Kirchberg und Blick auf die Derby-Wochen

Trotz Niederlage bekam der Gegner viel Anerkennung. „Kirchberg ist deutlich lebendiger und gefährlicher als im Herbst. Mit den zwei neuen Legionären haben sie gute Qualität in der Offensive – kampfkräftig und kampfstark waren sie immer. Nicht umsonst waren sie bis dato die beste Frühjahrsmannschaft“, betonte Weissenböck. Positiv hob er auch die vielen mitgereisten Fans und das faire Auftreten der Gäste hervor: „Ein Verein, auf den man in einigen Aspekten aufschauen kann.“

Für Natschbach, aktuell im Vorderfeld der Tabelle unterwegs, geht der Blick nach vorne: „Von den letzten drei Spielen sind zwei Derbys gegen Neunkirchen und Ternitz dabei – die wollen wir so positiv wie möglich gestalten.“ Ein Heimsieg wie dieser hilft dabei, mit breiter Brust in die heißen Wochen zu gehen.

2. Klasse Wechsel: Natschbach-L. : Kirchberg - 4:3 (3:2)

  • 93
    Florian Fahrner 4:3
  • 64
    Michal Caban 4:2
  • 47
    Krisztian Geresi 3:2
  • 42
    Krisztian Horvath 3:1
  • 39
    Krisztian Horvath 2:1
  • 19
    Thomas Ungerhofer 1:1
  • 8
    Florian Fahrner 0:1