In der 2. Klasse Wechsel blickt die Union Natschbach-L. vor dem Saisonabschluss-Derby gegen SC Neunkirchen mit neuem Selbstvertrauen auf die vergangenen Wochen zurück. Nach einem holprigen Frühjahr stabilisierte sich das Team und steht aktuell auf Rang fünf. Sportchef Leopold Weissenböck sagt: "Der Start in die Rückrunde war schlecht. Gott sei Dank hat sich die Mannschaft gefangen." Trotz der jüngsten Serie bleibt sein Fazit nüchtern: "Summa summarum war es eine durchwachsene Rückrunde, da wäre viel mehr möglich gewesen."

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Der Ton in Natschbach-Loipersbach ist ehrlich, aber optimistisch. Leopold Weissenböck macht keinen Hehl daraus, dass der Frühjahrsstart missglückt ist: "Der Start in die Rückrunde war schlecht. Da braucht man nichts schönreden." Wichtig sei jedoch, wie die Mannschaft reagiert habe. "Gott sei Dank hat sich die Mannschaft in den letzten vier, fünf Runden gefangen und Punkte eingefahren." Konkret spricht er von einer überzeugenden Ausbeute zum Schluss: "In den letzten vier Spielen haben wir drei Siege und ein Unentschieden geholt." Das habe die Atmosphäre im Team spürbar gedreht. "Die Stimmung ist gut. Zwischendurch war sie angespannt, aber durch die Erfolge schaut’s wieder stabiler und besser aus." Trotzdem bleibt der Sportchef bei einer realistischen Einordnung: "Summa summarum war es eine durchwachsene Rückrunde, und es wäre viel mehr möglich gewesen."
Während die Mannschaft am Platz Konstanz fand, wurde hinter den Kulissen am Kader für die neue Saison gearbeitet. "Es gibt mit Torwart Philipp Rauscher, der meines Wissens zu Wöllersdorf wechseln wird, und Matyas Bita zwei fixe Abgänge", erklärt Weissenböck und ergänzt: "Bei denen wollen wir uns herzlich bedanken und wünschen ihnen nur das Beste." Auf der Habenseite stehen bereits konkrete Namen: "Zwei Spieler können wir schon kundtun: Srdjan Tonkovic, der von Hochwolkersdorf zu uns stoßen wird, und Timo Mosbacher, der zu uns zurückkommen wird." Weitere Verstärkungen sind angekündigt: "Es werden noch zwei, drei Spieler dazukommen, die wir aber erst nach Saisonende kommunizieren." Wichtig ist auch die Trainerfrage: "Wir haben im Frühjahr Benjamin Landl, den Cheftrainer, auch für die nächste Saison bestätigt und verlängert."
Die Rückrunde war auch von Ausfällen geprägt. "Unser Kapitän, Kilian Staudinger, ist die komplette Saison mit einem Kreuzbandriss ausgefallen. Er ist am Weg retour, läuft wieder, ist aber noch nicht im Mannschaftstraining", berichtet Weissenböck. Bitter traf es zuletzt den Jüngsten im Kader: "Vor einer Woche hat sich leider unser Jüngster, Niklas Rath, die Patellasehne gerissen. Da wissen wir noch nicht so genau, wie lange es dauern wird." Gerade Rath hatte zuvor viel Frische gebracht: "Mit seinen 15 Jahren war er ein sehr positives, sehr erfrischendes Element und eigentlich immer bei den Leistungsträgern." Auch im Angriff gab es einen Lichtblick: "Krisztian Horvath hat sich mit seiner Torserie im Sturm in den Vordergrund gespielt." Abseits der Langzeitverletzten gibt es nur kleinere Blessuren: "Richtung Saisonende ein paar Wehwehchen, aber nichts Längerfristiges."
Den Blick über den eigenen Tellerrand spart der Sportchef nicht aus. "Unsere Glückwünsche gehen nach Aspang zum verdienten Meistertitel", sagt Weissenböck. Was ihn beeindruckte, fasst er klar zusammen: "Sie haben es über die ganze Saison geschafft, aus ihrem Potenzial das Meiste herauszuholen, die höchste Intensität an den Tag gelegt und zuletzt sogar den Ausfall zweier offensiver Leistungsträger kompensiert." Für Natschbach-L. zählt jetzt der letzte Schritt: das Derby gegen Neunkirchen. "Vom Prestige her ist es ein sehr wichtiges Spiel", betont Weissenböck. Sportlich bleibt es spannend: "Tabellarisch ist es für uns ein wichtiges Spiel. Es kann von Platz drei bis sieben noch in jede Richtung gehen." Die Erwartung an die Mannschaft ist eindeutig: "Wir erwarten uns, dass sich die Jungs noch einmal mit vollem Engagement in die Partie schmeißen und hoffentlich die Punkte mit nach Hause bringen."