In der 2. Klasse Wechsel hat ATSV Puchberg gegen Union Natschbach-L. mit 0:3 verloren, und aus Sicht der Gäste war die Richtung der Partie schon früh vorgegeben. Sportlicher Leiter Leopold Weissenböck sprach nach dem Auswärtssieg von einer dominanten Vorstellung, einer klaren Spielkontrolle und von zwei Fehlern der Gastgeber, die Natschbach-L. die Partie zusätzlich erleichtert hätten. Dazu kommt: Nach den zwei Auftaktniederlagen steht nun bereits der zweite Sieg ohne Gegentor in Folge.

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Dass der Nachmittag für Natschbach-L. in die richtige Richtung laufen würde, zeigte sich früh. Weissenböck sagte: „Ab Minute fünf war das eine sehr dominante Leistung unserer Mannschaft.“ Die Gäste gingen in der 6. Minute durch Krisztian Horvath mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor nannte der Sportliche Leiter später als einen der wichtigen Punkte der Partie. „Zwei gravierende individuelle Fehler von Puchberg haben uns das Spiel ein bisschen einfacher gemacht“, erklärte er. Beim 1:0 sei ein Ball, den der Tormann eigentlich sicher hatte, direkt beim Gegner gelandet, Horvath hob zum 1:0 über den Schlussmann. Mit dieser Führung im Rücken blieb Natschbach-L. am Drücker und nahm das 1:0 auch mit in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn folgte dann der nächste Treffer: Wieder war es Horvath, der in der 49. Minute auf 2:0 stellte. Weissenböck sprach diesmal von einem Ballverlust des letzten Mannes, der seinem Team ein „sehr, sehr einfaches 2:0“ gebracht habe. Den Schlusspunkt setzte in der 80. Minute Philipp Grawatsch nach einem, wie Weissenböck es nannte, „sehr sauber gespielten Konter“.
Entscheidend war für den Funktionär aber nicht nur die Fehlerhilfe des Gegners, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft die Begegnung danach gespielt hat. „Wir haben das Spiel weitestgehend unter Kontrolle gehabt“, sagte Weissenböck, und genau so ordnete er die 90 Minuten auch insgesamt ein. Bis auf eine Standardsituation ganz am Anfang habe Puchberg offensiv nur sehr wenig anbringen können. „Mit Ausnahme einer Standardsituation direkt zu Beginn waren wir defensiv wieder sehr humorlos und sehr abgebrüht. Eigentlich haben wir nichts zugelassen“, meinte er. Besonders hob er dabei die Abwehr unter der Leitung von Srdan Tonkovic hervor. Gleichzeitig machte Weissenböck aber auch klar, dass Puchberg trotz der klaren Niederlage kein einfacher Gegner war. Die Gastgeber seien „sehr robust, sehr zweikampfstark“ gewesen und damit unangenehm zu bespielen. Aus seiner Sicht lag ein Grund für die Probleme des ATSV auch darin, dass in der Offensive mehrere Ausfälle oder Sperren spürbar gewesen seien.
Am Ende führte Weissenböck den klaren Auswärtssieg auch auf die eigene Qualität zurück. „Qualitativ war schon ein Unterschied auf der Wiese“, sagte er und verwies auf das sauberere Aufbauspiel, die Zweikampfstärke im Zentrum und darauf, dass Natschbach-L. mit Krisztian Horvath für ihn „sicher den besten Stürmer am Platz“ gestellt habe. Ganz ohne Kritik blieb der 3:0-Erfolg aber trotzdem nicht. „Im Offensivspiel müssen wir aus den Umschaltaktionen noch deutlich mehr Ertrag machen“, forderte Weissenböck mit Blick auf die kommenden Wochen. Auch die Schiedsrichterleistung war kurz Thema. Er sah zwei oder drei Abseitsaktionen, die aus seiner Sicht diskutabel waren, wollte daraus aber keine große Sache machen. Der Unparteiische habe viel laufen lassen, „aber er war nicht entscheidend“. Für Natschbach-L. zählt damit vor allem der Trend. Nach zwei Niederlagen zum Start stehen nun zwei Siege ohne Gegentor, und genau das sei wichtig gewesen, um „in die richtige Richtung zu kommen“. Der Blick geht bereits weiter: Am Freitag wartet zuhause bereits das nächste Spiel, das Weissenböck als „sehr wegweisendes Spiel“ bezeichnete.