In der 2. Klasse Wechsel hat Union Natschbach-L. dem Tabellenführer SIVAG SC Zöbern mit einem 2:1 die erste Niederlage zugefügt. Sportlicher Leiter Leopold Weissenböck sah eine Partie mit mehreren Phasen, in der ein Freistoßtor von Michal Caban das Spiel kippte. Danach legten die Gastgeber nach, verpassten aber die frühere Entscheidung und mussten den Vorsprung am Ende mit viel Einsatz über die Zeit bringen.

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Der Beginn gehörte aus Sicht von Weissenböck nicht seiner Mannschaft. „In der ersten halben Stunde war Zöbern etwas griffiger, auch mit mehr Torgefahr“, sagte der sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Das deckte sich auch mit dem Spielverlauf, denn die Gäste waren in dieser Phase unangenehm und zwangen Natschbach-L. dazu, hellwach zu bleiben. Zweimal brauchten die Hausherren laut Weissenböck sogar ihren Tormann, um die Null zu halten. Gerade deshalb hatte das 1:0 in der 40. Minute besonderes Gewicht. Michal Caban traf per Freistoß aus rund 22, 23 Metern und sorgte damit nicht nur für die Pausenführung, sondern auch für einen klaren Umschwung. „Der Freistoßtreffer zum 1:0 war sicher ein prägender Moment in der Partie“, meinte Weissenböck. Er beschrieb den Treffer als „wunderschönes Freistoßtor“, über die Mauer gezogen und ins Eck geschlenzt. Mit diesem Tor habe seine Mannschaft, so der Natschbacher Funktionär, „relativ klar das Momentum bekommen“.
Nach der Pause schien vieles in Richtung eines klareren Heimsiegs zu laufen. Schon in der 50. Minute erhöhte Krisztian Horvath auf 2:0, nachdem Thomas Ungerhofer den Treffer vorbereitet hatte. Weissenböck sprach in dieser Phase von einer „hochüberlegenen Mannschaft“ und meinte damit, dass Natschbach-L. das Spiel nun klar im Griff hatte. Genau in dieser Zeit sah er aber auch das größte Verbesserungspotenzial. „Wir können in der Phase nach dem 2:0 das 3:0 und vielleicht auch das 4:0 nachlegen, dann ist die Partie gelaufen“, sagte er. Ein Lattenschuss von Timo Mosbacher und mehrere nicht sauber ausgespielte Angriffe passten zu dieser Einschätzung. Statt der Vorentscheidung kam Zöbern in der 64. Minute noch einmal heran. Bence Jozsef Reizinger nutzte einen Pass in die Schnittstelle und stellte auf 2:1. Damit bekam die Partie noch einmal Spannung, doch Natschbach-L. ließ sich davon nicht mehr aus der Ruhe bringen. Besonders eine Szene hob Weissenböck dabei heraus: Rund um die 70. Minute verhinderte Srdan Tonkovic laut Weissenböck mit einer starken Grätsche gegen Christopher Stampfl wohl den möglichen Ausgleich. „Dann hat unsere Mannschaft das defensiv sehr konsequent, staubig wegverteidigt“, sagte Weissenböck über die Schlussphase, in der laut seiner Einschätzung in der letzten halben Stunde nicht mehr allzu viel passierte.
Dass der Sieg aus Sicht von Natschbach-L. verdient war, verband Weissenböck mit einer nüchternen Erklärung. „Um so Spiele zu gewinnen, brauchst du wahrscheinlich auch das Spielglück. Das haben wir heute definitiv gehabt“, sagte er. Gleichzeitig wollte er den Erfolg nicht kleinreden, denn gegen den Tabellenführer müsse man sich solch ein Ergebnis erst erarbeiten. Den Gegner sah er trotz der Niederlage stark: Zöbern stehe „nicht zu Unrecht dort, wo sie gerade sind“ und habe vor allem in den ersten 25 bis 30 Minuten gezeigt, warum die Mannschaft vorne dabei ist. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete er insgesamt positiv, obwohl es auf beiden Seiten einzelne strittige Entscheidungen gab. Besonders viel sagte Weissenböck über den Zusammenhalt in seiner Mannschaft. „Es ist ein guter Spirit, ein guter Drive drinnen“, erklärte er und betonte, dass derzeit „von eins bis sechzehn“ jeder seine Leistung bringe. Ein Sonderlob bekam Timo Mosbacher. Weissenböck sprach davon, dass der 15-jährige Spieler über mehr als 80 Minuten „mit den Jungs marschiert“ sei, viel gearbeitet habe und die Mannschaft stolz auf den eigenen Burschen aus der Ortschaft sei. Nach dem Heimsieg durfte sich Natschbach-L. entsprechend freuen, allzu lange will man sich dort aber nicht auf dem Erfolg ausruhen. Weissenböck machte klar, dass der Blick schon bald zur nächsten schweren Aufgabe gehen wird.