In der 2. Klasse Wechsel hat Gloggnitz II gegen ATSV Puchberg vieles vermissen lassen. Trainer Sebastian Ebner fand nach dem 1:4 klare Worte und sprach vor allem von fehlender Mentalität, zu wenig Zweikampfstärke, zu wenig Wille und zu wenig Bereitschaft, um jeden Ball zu arbeiten.

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Die Partie lief für die Gastgeber von Beginn an in die falsche Richtung. Schon in der 2. Minute brachte Donat Peter Ferenczy Puchberg in Führung, und Ebner schilderte die Entstehung dieses Treffers sehr genau. „Das erste Tor nach der zweiten Minute war ein Freistoß. Der Spieler von Puchberg ist frei zum Kopfball gekommen, der Ball ist auf die Latte gegangen, und danach waren wir beim zweiten Ball wieder nicht im Zweikampf drinnen“, sagte der Trainer. Gloggnitz II kam in der 29. Minute zwar durch Redon Raci zum 1:1 und damit wieder zurück, doch dieser Treffer gab dem Spiel der Heimischen nur für eine gewisse Zeit Stabilität. Ebner sprach von rund zwanzig Minuten, in denen seine Mannschaft besser über eine Seite nach vorne kam, ohne den letzten Pass sauber zu Ende zu spielen. Noch vor der Pause stellte Donat Peter Ferenczy in der 41. Minute auf 1:2. Nach dem Seitenwechsel erhöhte er in der 61. Minute auf 1:3, ehe Ferenc Grimm in der 77. Minute den 1:4-Endstand fixierte.
Der Gloggnitz-Trainer machte nach dem Schlusspfiff keinen Versuch, die Niederlage schönzureden. Im Gegenteil: Seine Analyse fiel klar und schonungslos aus. „Über neunzig Minuten waren wir mental und vor allem kämpferisch nicht vorhanden. Spielerisch war es nach vorne ebenfalls nicht gut von uns“, sagte Ebner. Damit sprach er nicht nur die fehlende Durchschlagskraft im Angriff an, sondern vor allem die Grundtugenden, die ihm über die gesamte Spielzeit abgingen. Besonders deutlich wurde er, als er ergänzte: „Es war absolut kein Kampfwille da, kein Siegeswille. So hat Puchberg das routiniert runtergespielt und die Partie verdient gewonnen.“ Diese Einschätzung zieht sich durch seine gesamte Analyse. Aus seiner Sicht war es nicht eine einzelne Szene, nicht ein unglücklicher Spielverlauf und auch nicht nur ein Qualitätsunterschied in bestimmten Momenten. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft die Partie in der Haltung nicht so angenommen hat, wie es nötig gewesen wäre. Es gab zwar einen Abschnitt, in dem Gloggnitz II etwas besser ins Spiel fand, doch weil der letzte Pass fehlte und kurz darauf das 1:2 fiel, war dieser Aufschwung rasch wieder vorbei. Den Gegner hob Ebner gerade wegen dessen Auftretens hervor: „Den Willen, das Spiel zu gewinnen, und die entscheidenden Situationen haben sie besser gemacht als unsere Mannschaft.“ Dass es aus seiner Sicht auch Szenen gab, die der Schiedsrichter anders beurteilt hat, sprach er kurz an, schob aber sofort nach: „Man muss die Entscheidung vom Schiedsrichter akzeptieren.“ Viel schwerer wog für ihn ohnehin die eigene Leistung. In der aktuellen Tabelle steht Gloggnitz II nach sieben Spielen bei vier Punkten, Puchberg hält bei sechs. Für Ebner ist nach diesem Nachmittag jedenfalls klar, wo seine Mannschaft ansetzen muss: „Der Wille, das Spiel zu gewinnen, dass man um jeden Meter und um jeden Ball kämpft, das war der große Knackpunkt.“ Genau dort wird Gloggnitz II vor den kommenden Aufgaben ansetzen müssen.