In der 2. Klasse Wechsel hat SVSF Pottschach am Samstag Gloggnitz II mit 6:0 besiegt und die Partie früh in die richtige Richtung gelenkt. Für Trainer Sebastian Ebner lag der Hauptgrund auf der Hand: „Offensiv war es einfach zu wenig.“ Während seine Mannschaft vor allem vor der Pause lange dagegenhielt, nutzte Pottschach die Chancen konsequenter und zog nach dem Seitenwechsel noch deutlich davon.

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Für die Gäste begann die Partie denkbar schlecht. Schon in der 1. Minute brachte Görkem Orhan die Hausherren in Führung, und genau dieser Start blieb Sebastian Ebner auch nach dem Schlusspfiff im Kopf. „Nach einem Eigenfehler gingen wir nach der ersten Minute 0:1 in Rückstand“, sagte der Trainer von Gloggnitz II. Danach habe seine Mannschaft aber nicht völlig den Faden verloren, sondern sich zunächst in die Partie gearbeitet. „Wir haben hinten alles defensiv kompakt verteidigt“, meinte Ebner, der seiner Mannschaft vor allem gegen den Ball keinen großen Vorwurf machen wollte. Dass Pottschach trotzdem mit einer Führung im Rücken weiterspielen konnte, lag aus seiner Sicht daran, dass die Gäste nach vorne zu wenig aus ihren Ansätzen machten. „Die Offensivchancen haben wir nicht genutzt beziehungsweise nicht fertig ausgespielt“, sagte er.
Gloggnitz II hielt also lange halbwegs dagegen, doch kurz vor der Pause legte Pottschach nach. In der 41. Minute erhöhte Marco Maldet auf 2:0, und auch dieses Gegentor beschrieb Ebner sehr konkret: „Kurz vor der Pause haben wir das 0:2 bekommen, nach einem Aufsitzer, den unser Tormann prallen gelassen hat.“ Mit diesem Rückstand wurde die Aufgabe nach dem Seitenwechsel noch schwieriger, weil die Gäste weiter einem Anschlusstreffer nachlaufen mussten. Als Cagdas Dogan in der 65. Minute das 3:0 erzielte, war die Partie im Ergebnis praktisch entschieden. Genau an diesem Punkt sah Ebner auch den Bruch: „Nach dem 3:0 waren wir zu offensiv und zu auseinandergerissen.“ Pottschach blieb dran und nutzte diese Phase. Dogan traf in der 76. Minute ein zweites Mal, Norbert Imre Kokenszky erhöhte in der 83. Minute auf 5:0 und setzte in der Nachspielzeit mit dem 6:0 den Schlusspunkt.
Die Erklärung des Trainers fiel trotz des klaren Resultats ziemlich nüchtern aus. „Schlussendlich hat uns die Offensivkraft gefehlt, um selber ein Tor zu erzielen“, sagte Ebner. Noch deutlicher wurde er mit dem nächsten Satz: „Die Chancen, die wir gehabt haben, sind vorbeigegangen.“ Für ihn lag der Unterschied nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem darin, wie beide Mannschaften mit ihren Möglichkeiten umgingen. Pottschach sei „zielstrebiger“ gewesen und habe „die Unterschiedsspieler in den eigenen Reihen gehabt“. Die Phase nach dem 0:3 fasste er außerdem kurz zusammen: „Eigenfehler, Standards und ein Elfmeter.“ Dass die Niederlage am Schiedsrichter gelegen hätte, wies Ebner klar zurück. „Die Schiedsrichterleistung war ganz in Ordnung und es gab keine Situationen, die für oder gegen eine Mannschaft gepfiffen worden sind.“
Trotz der sechs Gegentreffer wollte Ebner nicht alles schlechtreden. Gerade die erste Hälfte bewertete er in einem Punkt sogar positiv. „Unterschwellig war es defensiv eine Leistung, bei der jeder aufopferungsvoll gekämpft hat, um jeden Zentimeter“, sagte er. Diese Einschätzung passt dazu, dass Gloggnitz II nach dem frühen Rückstand nicht sofort auseinanderfiel, sondern bis kurz vor der Pause im Spiel blieb. Entscheidend war für Ebner aber, dass diese Arbeit ohne Ertrag blieb. „Offensiv haben uns die richtigen Entscheidungen und auch das nötige Glück gefehlt“, sagte er. Pottschach nimmt damit in Runde acht drei Punkte mit und hält nun bei elf Zählern, Gloggnitz II bleibt nach dem klaren 0:6 bei vier Punkten. Aus Sicht der Gäste bleibt vor allem der Auftrag, die defensive Basis aus der ersten Halbzeit mitzunehmen und vorne deutlich mehr Gefahr zu entwickeln.