Spielberichte

„Das letzte Quäntchen fehlt uns“ – Puchberg verspielt gegen Ternitz zweimal die Führung

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
ATSV Puchberg
ASK Ternitz

In der 2. Klasse Wechsel hat der ATSV Puchberg daheim gegen den ASK Ternitz mit 2:3 verloren und damit eine Partie aus der Hand gegeben, in der die Gastgeber zweimal vorne lagen. Co-Trainer Florian Filsner sah vor allem eine ordentliche erste Halbzeit, sprach danach aber von nachlassenden Abständen und einem alten Problem: Vor dem Tor fehlt Puchberg weiter die letzte Konsequenz.

Fußballspieler im engen Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zweimal legt Puchberg vor, zur Pause ist alles wieder offen

Der Spielverlauf begann für die Gastgeber eigentlich vielversprechend. Schon in der 9. Minute brachte Donat Peter Ferenczy Puchberg mit 1:0 in Führung. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, weil Christoph Ungersbäck nur fünf Minuten später für Ternitz auf 1:1 stellte. Puchberg fand dennoch wieder eine Antwort und ging in der 21. Minute durch den zweiten Treffer von Donat Peter Ferenczy erneut in Front. Dass es mit einem Vorsprung in die Kabine ging, gelang allerdings nicht, denn Serkan Silan erzielte in der 32. Minute das 2:2, das gleichzeitig auch der Pausenstand war. Filsner ordnete diese erste Hälfte trotzdem durchaus positiv ein. „In der ersten Halbzeit haben wir einen guten Job gemacht, waren gut im Spiel“, sagte der Co-Trainer. Aus seiner Sicht ließ seine Mannschaft in dieser Phase zwar „ein, zwei Kleinigkeiten“ liegen und spielte manche Aktion nicht fertig aus, insgesamt sei der Auftritt vor der Pause aber in Ordnung gewesen.

Nach der Pause kippt die Partie auf die Seite der Gäste

Was Puchberg im ersten Durchgang noch ordentlich gelöst hatte, bekam nach dem Seitenwechsel Risse. Filsner sprach von einem klaren Bruch im eigenen Spiel und wurde dabei deutlich: „In der zweiten Halbzeit haben wir leider nachgelassen. Sowohl defensiv als auch offensiv haben die Abstände nicht mehr so gepasst.“ Genau in diese Phase fiel auch der Treffer zum 2:3, den Ayhan Atabinen in der 61. Minute erzielte und der am Ende spielentscheidend blieb. Eine einzelne Schlüsselszene wollte der Puchberger Co-Trainer aus der Niederlage aber nicht herausheben. „Eine entscheidende Szene kann ich nicht rausnehmen“, sagte er. Stattdessen verwies er auf mehrere Situationen, die seine Mannschaft nicht sauber zu Ende spielte. Besonders im Kopf geblieben ist ihm allerdings der Strafstoß für die Gäste. Puchberg habe vor dem Spiel besprochen, im Strafraum und rund um den Sechzehner besonders aufmerksam zu sein, weil Ternitz „den einen oder anderen Spieler am Feld hat, der gerne den Kontakt sucht“. Genau das habe man in dieser Szene dann aber nicht konsequent genug gelöst. Gleichzeitig machte Filsner auch klar, dass Ternitz kein überragendes Spiel ablieferte, in den entscheidenden Momenten aber den besseren Zugriff hatte. „Ein wirklich gutes Spiel war’s von Ternitz auch nicht, aber sie haben das eine oder andere klüger gelöst als wir“, lautete seine Einschätzung.

Chancen bleiben liegen, das Thema begleitet Puchberg weiter

Am stärksten blieb nach der Partie das Gefühl hängen, dass für Puchberg mehr möglich gewesen wäre. Filsner führte die Niederlage vor allem auf die mangelnde Effizienz zurück und sprach damit ein Thema an, das ihn und sein Team schon länger begleitet. „Offensiv war es einfach viel zu wenig“, sagte er, obwohl die Mannschaft zweimal getroffen hatte. Entscheidend sei gewesen, dass aus guten Möglichkeiten nicht mehr gemacht wurde. Laut Filsner hatte Puchberg „auch kurz vor dem Schlusspfiff noch ein, zwei gute Aktionen“, darunter auch eine starke Möglichkeit auf den Ausgleich, ließ diese Chancen aber ungenutzt. Für ihn lag darin letztlich der Unterschied zwischen den beiden Teams. Einerseits verwies er auf „die individuelle Klasse auf der einen oder anderen Position“, andererseits auf die Chancenauswertung und „das letzte Quäntchen“, das seiner Mannschaft fehle. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er dagegen gar nicht erst aufkommen lassen. „Die Schiedsrichterleistung war schwer in Ordnung. Da gibt’s überhaupt nichts Negatives zu sagen“, stellte Filsner klar. In der Tabelle bleibt Puchberg damit nach acht Spielen bei sechs Punkten auf Rang zehn, während Ternitz mit zehn Zählern Siebenter ist. Für die Gastgeber bleibt nach diesem 2:3 vor allem die Erkenntnis, dass ordentliche Phasen allein nicht reichen, wenn vorne zu viel liegen bleibt und das Spiel nach der Pause an Stabilität verliert.

2. Klasse Wechsel: Puchberg : Ternitz - 2:3 (2:2)

  • 61
    Ayhan Atabinen 2:3
  • 32
    Serkan Silan 2:2
  • 21
    Donat Peter Ferenczy 2:1
  • 14
    Christoph Ungersbäck 1:1
  • 9
    Donat Peter Ferenczy 1:0