In der 2. Klasse Wechsel hat ASK Ternitz gegen Union Natschbach-L. trotz zweimaliger Führung mit 2:3 verloren. Aus Sicht von Leopold Weissenböck zog seine Mannschaft die Partie offensiv klar auf ihre Seite, machte es sich mit ausgelassenen Chancen und zwei Defensivfehlern aber selbst unnötig schwer. Erst in der 85. Minute fiel die Entscheidung durch Thomas Ungerhofer, damit überwintert Natschbach-L. in Schlagdistanz zur Spitze.

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Leopold Weissenböck beschrieb den Auftritt der Gäste als von Beginn an sehr aktiv. „Grundsätzlich war das von der ersten Minute an offensiv wirklich eine gute Leistung mit sehr vielen Chancen“, sagte der sportliche Leiter. Auf der Anzeigetafel sah es zunächst trotzdem anders aus, denn Ternitz ging in der 10. Minute durch Cvijetin Klincov mit 1:0 in Führung. Natschbach-L. ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und kam in der 22. Minute zum Ausgleich, als Kilian Staudinger nach einer Kombination über die rechte Seite einschob. Lange hielt das 1:1 dennoch nicht, weil Fatlum Laiq die Hausherren in der 29. Minute wieder nach vorne brachte. Genau dieser Verlauf ärgerte Weissenböck besonders. „Wir haben es uns im Spielverlauf durch unzureichende Chancenverwertung und zwei Patzer in der Defensive selbst komplex gemacht“, meinte er. Dazu kam, dass Ternitz laut seiner Einschätzung aus einem tiefen Block heraus mit Plan verteidigte und die ersten beiden Möglichkeiten eiskalt nutzte. Vor der Pause hatte der Gastgeber noch eine weitere Chance, die den Gästen wehgetan hätte, doch beim Stand von 2:1 blieb es bis zur Halbzeit.
Nach der Pause zeigte sich noch klarer, warum Weissenböck mit dem spielerischen Teil des Auftritts sehr zufrieden war. Er sprach vom wohl größten Platz der Liga und sah darin einen Vorteil für seine Mannschaft. „Dadurch, dass wir über das Spielerische kommen, sehr schnelle Spieler haben und technisch gute Spieler, haben wir auf so einer Wiese wirklich viel Platz zum Kicken gehabt“, sagte er. Genau das habe sich immer wieder gezeigt, weil Natschbach-L. oft in die Box gekommen sei und sich viele klare Abschlüsse erarbeitet habe. Der Ausgleich zum 2:2 in der 52. Minute passte zu diesem Bild. Wieder war es laut Weissenböck sauber herausgespielt: Staudinger spielte den Ball über die Kette, Krisztian Horvath verwertete. Dass die Partie zu diesem Zeitpunkt noch immer offen war, erklärte der sportliche Leiter mit einem Satz, der den Nachmittag gut zusammenfasst: „Wenn wir alle Chancen genutzt hätten und Ternitz alle Chancen genutzt hätte, wäre das Spiel wahrscheinlich 10:4 ausgegangen.“ So blieb es aber ein enges Spiel, obwohl die Gäste offensiv mehrmals zeigten, was in ihnen steckt. „Heute hat definitiv die Offensive unserer Mannschaft entschieden“, sagte Weissenböck auch deshalb mit Nachdruck.
Die Szene des Spiels kam schließlich fünf Minuten vor Schluss. „Spielentscheidend war letztendlich das 3:2 von Thomas Ungerhofer in der 85. Minute“, sagte Weissenböck. Besonders hob er dabei die Vorarbeit hervor, weil der erst 15-jährige Timo Mosbacher den Ball stark durchsteckte. Beim Abschluss hatte Ungerhofer nach Einschätzung des sportlichen Leiters dann „auch ein bisschen das Glück des Tüchtigen“, weil der Schuss noch abgefälscht wurde und im langen Eck landete. Damit war die Wende perfekt, nachdem Natschbach-L. zweimal einem Rückstand nachlaufen musste. Über den Unparteiischen wollte Weissenböck an diesem Nachmittag kein großes Thema aufmachen. Er sprach zwar von einer sehr strengen Linie bei den Gelben Karten in der ersten Hälfte, stellte aber klar: „Er war definitiv nicht spielentscheidend.“ Für Natschbach-L. geht es nun schon in die Winterpause, weil die 2. Klasse Wechsel nur aus zwölf Teams besteht. Der Rückstand auf Tabellenführer USV Kirchberg beträgt drei Punkte, dazu liegen mehrere Mannschaften eng beisammen. Weissenböck rechnet deshalb mit einem offenen Frühjahr und formulierte es einfach: Jetzt gehe es darum, dass sich die Spieler über Weihnachten gut erholen, die Speicher auffüllen und dann wieder konsequent arbeiten.