Nach einem körperlich geprägten Derby in der 2. Klasse Weinviertel zeigte sich Alexander Bitter, Trainer von USV Schrick, klar in seiner Analyse der Partie gegen USV Sulz: "Das Ergebnis war nicht gerecht. Ein Unentschieden wäre gerechtfertigt gewesen." Er schilderte eine erste Halbzeit mit Vorteilen für Sulz und zahlreichen Standardsituationen, ehe seine Mannschaft nach der Pause mutiger agierte, das Spiel an sich riss und ausglich. Am Ende stand jedoch ein später, aus seiner Sicht schmerzhafter Wendepunkt.
"In der 1. Halbzeit war Sulz dominant, uns feldüberlegen, hatte viele Standards und nutzte eine davon. Wir hatten wenig Zugriff", so Bitter. In der Kabine stellte er um: "Wir haben mannschaftstaktisch angepasst und weiter vorne attackiert. Zwei Spieler kamen, die im Ballbesitz verstärkt die Tiefe suchen." Die Anpassungen zeigten Wirkung: Schrick eroberte häufiger den Ball, hielt den Gegner vom eigenen Tor fern und bestimmte das Geschehen. "Erste Halbzeit hatte Sulz Vorteile im Ballbesitz, in der zweiten hatten wir klare Vorteile", resümierte der Coach.
Das 0:1 fiel noch vor der Pause nach einem Standard, ein abgefälschter Kopfball von Mario Pöschl landete im Netz. Nach dem Seitenwechsel erspielte sich Schrick mehrere gute Möglichkeiten – darunter eine Klärung auf der Linie sowie eine starke Parade des Gästekeepers – und kam verdient zurück: In der 81. Minute köpfte Maurice Steiner nach einem Corner wuchtig ins lange Eck zum 1:1. Die Schlussphase kippte jedoch erneut: "Wir waren nach der Pause dominant und hatten Chancen auf das 2:1", erklärte Bitter. In der 92. Minute erhielt Sulz einen Elfmeter, den Rona Bumba zum 1:2 verwandelte.
Bitter charakterisierte die Partie deutlich: "Es war körperlich hart geführt – typisch Derby. Technische Raffinessen gab es kaum." Zur Spielleitung fand er klare Worte: "Der Schiedsrichter hat seinen Teil dazu beigetragen, weil er zuvor nicht mit Gelb reagiert hat. Sulz hatte in der 1. Halbzeit viele Fouls und bekam keine Gelbe; wir machen das erste Foul und sehen sofort Gelb." Den Blick richtet der Coach bereits nach vorne: "Wir wissen, dass Zistersdorf zu Hause sehr stark ist. Wir werden alles probieren, um dort drei Punkte mitzunehmen."