Zwischen dem ESV Rabensburg und dem FC Wilfersdorf entwickelte sich eine Partie mit frühem Offensivdrang der Heimelf und einer spielerisch ansehnlichen Phase der Gäste nach der Pause. Trainer Daniel Gehart sah sein Team mit mehr Spielanteilen, monierte jedoch zu Beginn ungenutzte Gelegenheiten und kündigte für die nächsten Einheiten gezielte Arbeit an Passqualität und Entscheidungsfindung an – im Rahmen der 2. Klasse Weinviertel.

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„Wir hätten in den ersten 20 bis 25 Minuten mehr Tore machen können – uns fehlte die klare Entscheidungsfindung“, resümierte Gehart. Das frühe Momentum unterstrich eine Führung nach zwölf Minuten: Patrik Horelica traf zum 1:0 und gab Rabensburg die Richtung vor. Möglichkeiten waren vorhanden, doch im letzten Drittel fehlte oft die Konsequenz – mal ein Pass zu viel, mal ein zu zögerlicher Laufweg. Standards spielten dabei kaum eine Rolle; das Geschehen wurde aus dem Spiel heraus geprägt. Die Führung sorgte für Stabilität, ersetzte aber nicht die Kaltschnäuzigkeit, die der Trainer einforderte.
Nach der Pause verschob sich die Statik. „Wilfersdorf hat versucht, Tore zu erzielen und war insbesondere zu Beginn der zweiten Halbzeit spielerisch überlegen, es fehlte aber der nötige Zug zum Tor“, erklärte Gehart. Genau in dieser Phase blieb Rabensburg in den entscheidenden Zonen wacher und setzte Nadelstiche: In Minute 58 erhöhte Lukas Kralik auf 2:0. Intensiv blieb es bis zum Schluss; eine Szene lag laut Gehart im Grenzbereich – über einen Ausschluss hätte man diskutieren können, am Ende blieb es ohne Konsequenzen. Insgesamt entschied die Heimelf das Duell über Tempo, Struktur und die bessere Entscheidung im Moment des Zuspiels, während Wilfersdorf seine gefälligen Kombinationen nicht in Tore ummünzte.
Im Rückblick fiel das Fazit eindeutig aus: „Über das gesamte Spiel hatte Rabensburg mehr Spielanteile.“ In der Schlussphase münzte die Heimelf die Kontrolle erneut in Zählbares um: In der 94. Minute setzte Andre Fiegerl mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Besonders positiv hob Gehart eine Personalie hervor: „Der beste Spieler auf dem Platz war für mich Dominic Gehart. Er hat auf einer ungewohnten Position absolut überzeugt und unsere Abwehr sehr gut zusammengehalten.“
Der Blick nach vorne bleibt zugleich selbstkritisch: „Wir legen besonderes Augenmerk auf unsere Passqualität und die Entscheidungsfindung im letzten Drittel – da gibt es noch Luft nach oben.“