In einem intensiven Duell zwischen der SG Schrattenberg/Drasenhofen und dem SV Zistersdorf ordnete Trainer Helmut Janecek die Lage nüchtern ein. Sein Fazit zum 2:2 war klar: „Letztlich geht das 2:2 in Ordnung – es ist gerecht.“ Er beschrieb hohen Anfangsdruck der Gäste, ein Gegentor nach Eigenfehler und die prompte Antwort seines Teams. Die Atmosphäre passte – auch dank des 8:2 der Reserve – im Rahmen der 2. Klasse Weinviertel.

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„Zistersdorf hat uns am Anfang stark unter Druck gesetzt“, schilderte Janecek die ersten Minuten. Die frühe Führung der Gäste erklärte er ohne Ausrede: Ein Fehler im Aufbau, und Alex Alves traf in der 15. Minute zum 0:1. Die SG schüttelte den Rückschlag schnell ab und drehte die Partie noch vor der Pause: Doppeltorschütze Frantisek Vlcek glich in der 35. Minute zum 1:1 aus und legte nur zwei Minuten später nach – 2:1 (37.). Zur Halbzeit führten die Hausherren mit 2:1, doch kurz nach dem Wiederbeginn stellte erneut Alves mit seinem zweiten Treffer in der 50. Minute auf 2:2. Dabei blieb es – eine Punkteteilung, die Janecek im Rückblick als leistungsgerecht einstufte.
Inhaltlich hob Janecek die Wirkung der ruhenden Bälle hervor: „Unser 2:1 ist aus einem Eckball entstanden, und auf der Gegenseite war Zistersdorf bei Standardsituationen gefährlich, aber daraus ist kein Tor entstanden.“ Das passte zum Charakter einer Partie, die von intensiven Zweikämpfen und wechselnder Spielkontrolle lebte. Trotz des Anfangsdrucks der Gäste fand Schrattenberg/Drasenhofen die Antworten in der Box und bei Standards, während Zistersdorf seine guten Freistoß- und Eckballmomente zunächst nicht veredelte.
Der Ton am Platz blieb im üblichen Rahmen, wie Janecek betonte: „Nicht mehr als bei jedem anderen Spiel. Kleine Mätzchen gehören dazu.“ Für Rückenwind sorgte der starke Vorspann des Tages: „Dadurch, dass unsere Reservemannschaft vorher 8:2 gegen die Zistersdorf-Reserve gewonnen hat, war die Stimmung sehr gut. Die Zuschauer waren zufrieden – das war in Ordnung.“ Individuell wollte der Trainer nicht zu sehr ins Personelle zoomen, auch wenn er Doppeltorschütze Vlcek als prägenden Mann würdigte und die geschlossene Mannschaftsleistung in den Vordergrund stellte.
Den Blick nach vorn richtete er mit einem klaren Arbeitsauftrag: „Wir müssen ballsicherer werden und versuchen, mehr über die Seite zu spielen.“