Deftige Auswärtspleite für den SC Dürnkrut in der 2. Klasse Weinviertel: Beim USC Eibesthal setzte es ein klares 0:3. Trainer Mario Nikic sprach danach von einem rabenschwarzen Tag: "Wir haben das schlechteste Spiel der Saison gemacht." Den Knackpunkt sah er im 2:0, ein spätes drittes Tor wertete er als irregulär – geändert hätte es aus seiner Sicht nichts mehr. Eibesthal traf durch Ondrej Konecny, ein Eigentor von Lukas Rehak und Cenek Cenek.

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Eibesthal erwischte den besseren Start und nutzte die erste richtige Gelegenheit eiskalt: In Minute 20 stellte Ondrej Konecny auf 1:0, mit diesem Resultat ging es auch in die Pause. Aus Dürnkruter Sicht fehlte von Beginn an der Zugriff. Mario Nikic fand dafür klare Worte: "Von Anfang an viel zu nervös, keine Zweikämpfe angenommen. Es war heute einfach ein Tag, an dem alles schiefgegangen ist." Der Trainer nahm seine Mannschaft bewusst in die Pflicht: "Es hat nichts gepasst bei uns. Wir haben verdient verloren." Eibesthal hatte in dieser Phase mehr vom Spiel, die Gäste kamen kaum in ruhige Ballbesitzphasen. Dass zur Halbzeit noch alles offen war, änderte für Nikic wenig am Eindruck: Die Basics stimmten nicht, und ohne gewonnene Duelle wurde es in Eibesthal von Minute zu Minute schwerer.
Nach dem Seitenwechsel legte Dürnkrut offensiv zu. Nikic schilderte die stärkste Phase seiner Elf deutlich: "Wir sind gut aus der Kabine gekommen. Die ersten fünfzehn Minuten haben wir den Gegner eingeschnürt." Aus seiner Sicht fiel in dieser Drangphase sogar das 1:1, das jedoch wegen Abseits aberkannt wurde: "Wir haben das 1:1 geschossen, das ist nicht gegeben worden." Just in diese bessere Dürnkruter Phase fiel das 2:0 für Eibesthal: In Minute 62 bugsierte Lukas Rehak den Ball unglücklich ins eigene Tor. "Nach dem 2:0 war es endgültig entschieden", sagte Nikic. Eibesthal blieb am Drücker und legte in Minute 83 nach: Cenek Cenek besorgte das 3:0. Der Dürnkrut-Coach haderte zwar mit der Entstehung: "Das dritte Tor war abseits, aber da war das Spiel schon verloren." Am Ausgang änderte das für ihn nichts mehr.
Im Fazit blieb Nikic konsequent selbstkritisch. Er wollte weder die Schiedsrichter noch den Gegner zum Hauptthema machen: "Habe ich nicht so bemerkt, bis auf das dritte Tor, das abseits war." Und zum Gastgeber meinte er: "Der Gegner hat aufopferungsvoll gekämpft, aber das Spiel haben wir verloren, weil wir einfach zu schlecht waren und nicht, weil der Gegner so stark war." In der Tabelle rangiert Dürnkrut im unteren Drittel, Eibesthal kämpft hinten um jeden Zähler – umso schmerzhafter wirkt ein 0:3. Für Nikic ist klar, woran anzusetzen ist: weniger Nervosität, Zweikämpfe annehmen, die einfachen Dinge sauber erledigen. "Heute hat nichts funktioniert, was wir uns vorgenommen haben", sagte er – verbunden mit der Erwartung, dass seine Mannschaft rasch eine Reaktion zeigt.