Spielberichte

Alexander Bitter (Trainer USV Schrick): "Wir haben Ball und Gegner laufen lassen"

SV Jedenspeigen
USV Schrick

Der 2. Klasse Weinviertel-Auftritt von USV Schrick bei SV Jedenspeigen-Sierndorf endete mit einem klaren 3:0. Nach einer offenen ersten Halbzeit traf zunächst Jagseer Gill, nach der Pause legten Alexander Kukolja und Stefan Mayer nach. Trainer Alexander Bitter sprach von einer reifen, kontrollierten Vorstellung: "Wir haben Ball und Gegner laufen lassen." Spät sah Jedenspeigens Florian Faltner noch Rot. Schrick feierte damit den dritten Sieg ohne Gegentor in Serie – ein Ausrufezeichen im Rennen um die vorderen Plätze.

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Ausgeglichen gestartet, früh geführt und geduldig geblieben

Die Partie begann auf Augenhöhe. Beide Mannschaften kamen zu ihren Möglichkeiten, lange blieb es eng. "Die erste Halbzeit war eine recht ausgeglichene Partie mit zwei, drei Chancen auf beiden Seiten. Wir haben eine gemacht", blickte Alexander Bitter zurück. Nach 24 Minuten stellte Jagseer Gill mit dem 0:1 die Weichen, zur Pause lautete der Spielstand 0:1.

Im Kern änderte das Bild aber nichts daran, dass Schrick zunehmend ruhiger wurde und die Kontrolle gewann. "Mit Fortschritt des Spiels haben wir Ball und Gegner laufen lassen und verdient die Tore geschossen. Es hätten auch zwei, drei mehr sein können", so der Schrick-Coach, der seine Elf geduldig, aber zu unsauber beim letzten Passspiel sah.

Nach der Pause sitzt der finale Pass – Schrick legt entschlossen nach

In der Kabine justierte Schrick nach. Bitter erklärte: "Wir haben in der Halbzeit angesprochen, dass die Bälle hinter die letzte Kette kommen müssen, um zu mehr Chancen zu kommen." Genau das setzte seine Mannschaft um. Nach einer Stunde schlug Alexander Kukolja zum 0:2 zu, eine Viertelstunde später erhöhte

Stefan Mayer auf 0:3 und machte den Deckel drauf. Der Trainer hob besonders die Arbeit ohne Ball hervor: "Das Spiel gegen den Ball war in der zweiten Halbzeit viel besser. Wir hatten mehr Zugriff, haben die Räume eng gemacht, den Ball erobert und ihn mit wenigen Ballverlusten laufen lassen. Das war der Schlüssel." Dazu passte, dass Schrick weiter am Drücker blieb und die Angriffe nun konsequenter zu Ende spielte.

Späte Rote Karte, dritter Zu-Null-Sieg und Biss als Unterschied

In der Schlussphase kassierte Jedenspeigens Florian Faltner die Rote Karte (87.). Bitter ordnete sachlich ein: "Die Rote Karte am Schluss war in Ordnung, regeltechnisch hat das gepasst. Den Freistoß konnten wir leider nicht verwerten." Insgesamt sprach der Coach von einem "normalen Auftritt" des Gegners. Lob gab es auch für den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war unauffällig, das war in Ordnung."

Den ausschlaggebenden Unterschied sah Bitter bei seiner Elf: "Mehr Laufbereitschaft, besseres Zweikampfverhalten und überall Überzahl schaffen – zwei gegen eins, drei gegen zwei – das war der Schlüssel." Mit dem dritten Zu-Null-Sieg am Stück und Platz drei in der Tabelle (37 Punkte) nimmt Schrick spürbaren Schwung mit. "Das gibt Auftrieb, und wir wollen uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln und die weniger guten Dinge abstellen", blickte der Trainer voraus.

2. Klasse Weinviertel: Jedenspeigen : Schrick - 0:3 (0:1)

  • 75
    Stefan Mayer 0:3
  • 60
    Alexander Kukolja 0:2
  • 24
    Jagseer Gill 0:1