Spielberichte

Alexander Bitter (Trainer USV Schrick): „Wir standen defensiv super“

FC Wilfersdorf
USV Schrick

In der 2. Klasse Weinviertel musste sich der FC Wilfersdorf daheim dem USV Schrick mit 0:3 geschlagen geben. Die Gäste führten bereits zur Pause 2:0 und legten in der Nachspielzeit den Deckel drauf. Trainer Alexander Bitter sprach von einem verdienten Auswärtssieg, der auf einer stabilen Defensive und konsequentem Arbeiten gegen den Ball beruhte. „Über 90 Minuten war es ein verdienter Sieg. Wilfersdorf war bis 20 Meter vor unserem Tor brandgefährlich, aber wir haben hinten kaum etwas zugelassen“, meinte Bitter und hob eine geschlossene Mannschaftsleistung hervor.

Fußball und violette Fußballschuhe

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Frühe Führung, beruhigendes Polster – Schrick legt die Basis vor der Pause

Schrick trat von Beginn an zielstrebig auf und suchte den Weg nach vorne. „Es war von Anfang an klar, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir waren in jeder Phase aggressiv gegen den Ball“, erklärte Alexander Bitter. In Minute 21 folgte die erste Belohnung: Maximilian Zach stellte auf 0:1 – ein Treffer, den der Trainer genoss. „Das 1:0 von Maximilian Zach war ein wunderschönes Tor – eine Direktabnahme unter die Latte.“ Kurz vor dem Seitenwechsel legten die Gäste nach: In der 42. Minute erhöhte Marcel Depauly auf 0:2, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Bitter wusste um die Tücke dieses Zwischenergebnisses: „Zwei Null ist immer gefährlich. In der Pause habe ich gesagt: Wir brauchen unbedingt das dritte.“ Wilfersdorf war nach dem Seitenwechsel weiter bemüht, drückte auf den Anschluss, doch Schrick hielt diszipliniert dagegen. Die endgültige Entscheidung fiel spät: In der 90.+3. Minute traf Stefan Mayer zum 0:3 und machte den Auswärtssieg klar.

„Viertes Zu-Null in Serie“ – Bitter lobt die Kollektiv-Defensive

Der Schlüssel lag für Bitter eindeutig im Verbund hinter dem Ball. „Die Defensive auf alle Fälle. Wir haben jetzt das vierte Mal hintereinander zu null gespielt“, betonte der Coach und ergänzte, warum das kein Zufall ist: „Das ist nicht nur die Abwehr. Die ganze Mannschaft schaltet sofort um und wir bringen so viele Spieler wie möglich hinter den Ball, damit der Gegner wenig Platz hat. Wir schauen, dass wir Überzahl schaffen, damit sich der Gegner schwer tut.“ Aus dieser Stabilität heraus erarbeitete sich Schrick auch die klareren Möglichkeiten. „Die besseren Chancen hatten wir. Wir hätten fünf, sechs, sieben Tore machen können“, sagte Bitter – zugleich mit einem Lob für den Heimkeeper: „Der Tormann von Wilfersdorf hat sehr gut gehalten.“ Insgesamt blieb sein Team kompakt, gewann viele zweite Bälle und ließ über weite Strecken kaum Abschlüsse zu. Genau diese Konsequenz trug den Gästen durch knifflige Phasen der zweiten Halbzeit.

Respekt für Wilfersdorf und faire Worte zu strittigen Szenen

Im Ton blieb der Schricker Trainer anerkennend gegenüber dem Gegner. „Ich muss sagen, dass Wilfersdorf spielerisch bis jetzt eigentlich die beste Mannschaft war. Hinten ein guter Aufbau, sehr flexibel im Mittelfeld mit Positionsrotationen, lauffreudig, immer in Bewegung“, zählte Bitter auf. Bis rund 20, 25 Meter vor dem Tor fanden die Gastgeber seine Elf regelmäßig vor schwierige Aufgaben, „aber dann war Endstation“. Aus seiner Sicht fehlte Wilfersdorf vor dem Tor die letzte Schärfe, auch weil „zwei wichtige Spieler gefehlt haben, Martin Fuxa und Adam Konecny“. Zu den strittigen Szenen äußerte sich Bitter ausgewogen: „Einen Handelfmeter kann man durchaus geben. Und das 2:0 war Abseits, ein Meter.“ Gleichzeitig nahm er den Unparteiischen in Schutz: „Ohne Assistenten ist das schwer zu sehen, der Schiedsrichter ist alleine.“ Sein Fazit blieb deutlich: „In der Höhe war der Sieg verdient.“

Ausblick: Feinschliff am Ball, Rückenwind und Dank an die Fans

In der Tabelle behauptet der USV Schrick nach Runde 21 Rang drei (40 Punkte) und festigt damit seine Position im Spitzenfeld, während Wilfersdorf mit 36 Zählern auf Platz sechs liegt. Trotz der starken Abwehrarbeit sieht Bitter Luft nach oben – vor allem, wenn seine Mannschaft selbst den Ball hat. „Im Ballbesitz müssen wir die Seiten öfter verlagern, auch mal über das Zentrum oder mit einem Diagonalpass. Wir legen Wert auf sauberes Passspiel und schnelle Verlagerungen“, kündigte er an. Rückenwind kommt nicht nur vom vierten Zu-Null in Serie, sondern auch von den Rängen: „Vielen Dank an unsere Fans die so zahlreich mitgereist sind. Ich bitte euch, uns weiterhin so großartig und lautstark zu unterstützen, die Mannschaft hat sich diesen Support verdient.“ Mit diesem Mix aus Stabilität, klarer Spielidee und Unterstützung von außen geht Schrick die nächsten Wochen an.

2. Klasse Weinviertel: Wilfersdorf : Schrick - 0:3 (0:2)

  • 93
    Stefan Mayer 0:3
  • 42
    Marcel Depauly 0:2
  • 21
    Maximilian Zach 0:1