In der 2. Klasse Weinviertel legte der USC Eibesthal gegen den SV Zistersdorf einen wilden Schlagabtausch hin – mit dem besseren Ende für die Gäste, die in Runde 21 mit 7:4 gewannen. Zistersdorf startete furios, führte zur Pause 6:1 und brachte den Sieg trotz einer wackeligen zweiten Hälfte über die Zeit. „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet“, sagte Zistersdorfs Sportlicher Leiter Patrick Kraupp und mahnte zugleich: „Die zweite Halbzeit haben wir leider verschlafen.“

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Die Marschrichtung war nach Sekunden klar. „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet“, betonte Patrick Kraupp – und seine Mannschaft untermauerte das früh auf der Anzeigetafel. Schon in der 1. Minute traf Simon Kupec zum 0:1. Nur zwei Minuten später legte Alex Junior De Souza Alves das 0:2 nach. Zistersdorf blieb am Drücker und nutzte die Chancen eiskalt: Kupec erhöhte in der 10. Minute auf 0:3, Florian Rebel stellte nach 14 Minuten auf 0:4. „Die vier Tore nach vierzehn Minuten“, sagte Kraupp knapp, „waren entscheidend.“ Eibesthal meldete sich durch Ondrej Konecny zum 1:4 (18.) zurück, doch die Gäste ließen hinten wenig zu und blieben das aktivere Team. Noch vor der Pause legten sie nach: Alves traf in der 39. Minute zum 1:5, und Paul Kaufmann setzte in Minute 45 das 1:6. Zur Halbzeit war die Vorentscheidung bereits gefallen, Zistersdorf hatte mehr vom Spiel und lag klar vorne.
Nach Wiederbeginn kippte die Dynamik. „In der zweiten Halbzeit haben wir leider ziemlich verschlafen. Defensiv waren wir nicht ganz auf der Höhe“, gab Kraupp offen zu. Eibesthal steckte nicht auf und arbeitete sich Schritt für Schritt heran: Cenek Cenek stellte mit einem Doppelpack in der 50. und 59. Minute auf 2:6 und 3:6. Als Roman Zeman in Minute 68 sogar das 4:6 markierte, war die Partie wieder offen. Zistersdorf wirkte in dieser Phase fahrig, suchte die Kontrolle und fand sie erst in der Schlussphase wieder. „Wenn es zur Halbzeit 6:1 steht, dürfen wir nicht so vernachlässigt spielen. Wir müssen fokussierter sein und mit dem Kopf da sein“, forderte Kraupp. Der erlösende Abschluss gelang schließlich Tomas Krivanek, der in der 84. Minute zum 4:7 traf und damit die letzten Zweifel beseitigte.
Nach dem Spiel verteilte Kraupp ein faires Lob an den Gegner: „Kompliment an Eibesthal. Trotz 6:1-Halbzeitstand nicht aufgegeben, weitergekämpft, weiter alles versucht. Man muss ihrer Moral wirklich ein Kompliment aussprechen.“ Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht nicht. „Es gab keine strittigen Szenen“, hielt er fest. Für Zistersdorf bleibt neben den drei Punkten auch eine klare Hausaufgabe: die Konzentration über neunzig Minuten hochhalten. In der Tabelle stehen die Gäste nach 21 Runden bei 33 Zählern auf Rang acht, Eibesthal hält bei drei Punkten. Die Lehre des Abends ist damit deutlich: vorne effizient, aber nach der Pause fokussierter – dann werden solche Auswärtssiege auch souveräner wirken.