In der 2. Klasse Weinviertel feierte die SG Schrattenberg/Drasenhofen am 21. Spieltag einen 3:2-Heimsieg gegen den SCU Altlichtenwarth. Nach früher Führung und einem 1:2-Pausenrückstand drehten die Gastgeber die Partie spät: Manuel Yendi glich aus, Martin Pitel köpfte kurz vor Schluss zum Sieg. Trainer Helmut Janecek sprach nach drei Remis in Serie von einem Erfolg für Moral und Kampfgeist: "Das ist ein Sieg für die Moral – wir haben in der zweiten Hälfte gekämpft und auch gut gespielt."

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Die SG erwischte den besseren Start und lag nach neun Minuten vorne: Jiri Klimes traf zum 1:0 und belohnte den schwungvollen Beginn. Altlichtenwarth antwortete rasch, Dominik Pajducak stellte in der 14. Minute auf 1:1. Aus Janeceks Sicht ging dem Ausgleich ein Strafstoß voraus: "Dann eine Unachtsamkeit im Mittelfeld, ein Doppelpass – daraus resultierte ein Elfmeter. Hart, man kann ihn geben; ich war zu weit weg." Danach gerieten die Hausherren aus dem Tritt. "Wir haben dann leider die Kontrolle verloren", sagte der Coach. Kurz vor der Pause drehte Radim Kleiber die Partie (37.) – ein Treffer, den Janecek knapp einordnete: "Langer Ball, drei Verteidiger, ein Stürmer – der sagt Danke." Mit dem 1:2 ging es in die Kabinen.
In der Halbzeit fand die SG die richtigen Worte. "In der Kabine gab es klärende Gespräche, so kann es nicht funktionieren", erklärte Janecek. Seine Mannschaft kam deutlich wacher zurück und legte in den Zweikämpfen wie im Spiel nach vorne spürbar zu. "In der zweiten Hälfte war unser Auftreten um einiges besser." Der Trainer griff dann ins Spiel ein – mit Wirkung. "Wir hatten eine glückliche Hand beim Wechsel: Manuel Yendi kam um die 60. Minute und machte dann das 2:2." Der Ausgleich in der 75. Minute war für Janecek der Knackpunkt: "Auf alle Fälle war das 2:2 das Wichtigste – und dass es nicht erst ganz spät gefallen ist." Danach, so der Trainer, kippte die Partie endgültig: "Ab dann war’s eigentlich nur mehr ein Spiel auf das Tor von Altlichtenwarth."
Die Schlusspointe lieferte Martin Pitel: In der 89. Minute wuchtete er eine Hereingabe per Kopf zum 3:2 ins Netz – der viel umjubelte Siegtreffer nach großem Aufwand. "Kurz vor dem Ende wurden wir mit dem 3:2 durch einen Kopfball von Martin belohnt", sagte Janecek, der die Leistung seiner Elf klar einordnete: "Nach drei Unentschieden in Folge ist das ein Sieg für die Moral." Zum Gegner meinte er: "Nach dem 1:1 haben wir ihn stark gemacht, er hatte bis zur Pause Überhand. Danach war’s offen – mit dem Wechsel und dem 2:2 konnten wir die Wende schaffen." Ein Sonderlob ging an den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war sehr gut." In der Tabelle hält Schrattenberg/Drasenhofen nun bei 30 Punkten auf Rang neun, Altlichtenwarth steht bei 17 Zählern.