Spielberichte

Mario Nikic (Trainer SC Dürnkrut): 'Bin stolz auf meine Mannschaft'

SC Dürnkrut
SV Jedenspeigen

In der 2. Klasse Weinviertel lieferte SC Dürnkrut dem Derbygegner SV Jedenspeigen-Sierndorf am 21. Spieltag einen umkämpften Abend, am Ende stand aber ein 1:2. Dürnkrut verschlief den Start, fing sich danach und hatte aus Sicht von Trainer Mario Nikic mehr vom Spiel, verpasste jedoch zu oft den Abschluss. Er haderte mit mehreren Entscheidungen des Unparteiischen, hielt aber fest, dass seine Mannschaft bis zum Schluss alles reinwarf und sich den Applaus verdiente.

Schiedsrichter blickt auf die Uhr

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Dürnkrut verschläft den Start – Janota trifft doppelt

Die Hausherren brauchten lange, um ins Derby zu finden. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir leider verschlafen. Unsere Spieler hatten offenbar zu viel Druck“, beschrieb Mario Nikic den verhaltenen Beginn seiner Elf. In diese Phase hinein fiel die Gästeführung: In Minute 26 stellte Semir Janota auf 0:1, mit diesem Resultat ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb Jedenspeigen effizient. Wieder war es Janota, der in der 68. Minute auf 0:2 erhöhte. Dürnkrut gab sich aber nicht geschlagen, arbeitete weiter nach vorne und kam durch Mehmet Özcan in der 74. Minute zum 1:2-Anschluss. Aus Trainersicht war seine Mannschaft „ab Minute 20 bis zum Schluss die bessere“, doch der Ausgleich wollte trotz viel Aufwand nicht mehr fallen.

Nikic hadert mit Entscheidungen – und mit der Chancenverwertung

Nach dem Schlusspfiff mischten sich beim Dürnkrut-Coach Ärger und Stolz. Besonders kritisch sah er die Leitung des Unparteiischen: „Ausschlaggebend für unsere Niederlage war der Schiedsrichter. Ich mache den Unparteiischen nicht gern zum Thema, aber er war heute der beste Mann – neben dem Tormann von Jedenspeigen. Er hat alles gegen uns gepfiffen, zwei klare Elfmeter nicht gegeben und in der ersten Halbzeit eine gelb-rote Karte nicht gezeigt. In Summe waren das viel zu viele Fehler.“ Nikic legte nach: „Die Schiedsrichterleistung wirkte sehr schlecht. Er hatte keine klare Linie und hat uns permanent runtergepfiffen.“ Gleichzeitig nahm er aber auch seine Truppe in die Pflicht: „Nur die ersten zwanzig Minuten und unsere Chancenverwertung waren schwach. Wir hatten wohl die meisten Möglichkeiten in der Rückrunde in einem Spiel und haben es nicht geschafft, unsere Tore zu machen.“ Sein Fazit zur Kräfteverteilung blieb eindeutig: „Der Gegner war nirgends besser als wir.“ 

Derby-Emotionen, Tabelle und Ausblick

Bei all der Enttäuschung über das Ergebnis fand Nikic warme Worte für seine Mannschaft und die Unterstützung rund um den Platz: „Der Applaus der Zuschauer nach dem Spiel sagt alles – auch über die Leistung meiner Jungs und wie sie sich in dieses Derby reingehauen haben. Sie haben wirklich alles gegeben, und ich bin stolz auf meine Mannschaft.“ In der Tabelle hält Dürnkrut nach 21 Runden bei 16 Punkten und rangiert auf Platz 12, Jedenspeigen steht mit 28 Zählern auf Rang 10. Für Dürnkrut gilt es nun, die guten Phasen über 70 Minuten mitzunehmen und die vielen Chancen künftig besser zu nützen. Gelingt das, sollen die Punkte wieder auf das eigene Konto wandern – die Derby-Moral hat die Mannschaft jedenfalls gezeigt.

2. Klasse Weinviertel: SC Dürnkrut : Jedenspeigen - 1:2 (0:1)

  • 74
    Mehmet Özcan 1:2
  • 68
    Semir Janota 0:2
  • 26
    Semir Janota 0:1