Spielberichte

Hannes Kantner (Trainer SCU Altlichtenwarth): "Wir haben uns das Unentschieden verdient"

Altlichtenwarth
Poysbrunn-F./Ottenthal

In der 22. Runde der 2. Klasse Weinviertel trennte sich der SCU Altlichtenwarth und die SG Poysbrunn-F./Ottenthal mit 2:2. Es war ein kampfbetontes Duell, in dem Altlichtenwarth gut startete, die Gäste über weite Strecken aber mehr Chancen verbuchten. Trainer Hannes Kantner sprach von starken ersten 25 Minuten, lobte „Einstellung und Wille“ seiner Mannschaft und hielt fest, dass das Remis nach einer späten Unterzahl hart erarbeitet und „zu Recht verdient“ war.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Traumstart und schneller Ausgleich

Altlichtenwarth erwischte den besseren Beginn und legte früh vor. Bereits in Minute 6 traf Radojica Kalinov zum 1:0 – ein sehenswerter Treffer, den Hannes Kantner später so einordnete: „Von einer seitlichen Position hatte er einen super Winkel ins Tor.“ In dieser Phase hatten die Hausherren mehr vom Spiel. „Wir waren die ersten 25 Minuten bis zum 1:1 die bessere Mannschaft“, erklärte der Coach. Doch die Gäste blieben gefährlich und glichen noch vor der Pause aus: In der 27. Minute stellte Daniel Fischer mit einem wuchtigen Weitschuss auf 1:1, was Kantner fair anerkannte: „Das Ausgleichstor war ein Weitschuss von Daniel Fischer, sicher ein verdienter Ausgleich.“ Mit diesem Ergebnis ging es nach einem intensiven, körperlichen Ringen in die Kabinen.

Führung der Gäste, prompte Antwort und späte Rote

Nach dem Seitenwechsel blieb es eng und zweikampfbetont. „Es war über 90 Minuten sehr kampfbetont“, fasste Kantner zusammen. Ein Moment schlug dennoch zugunsten der Gäste aus: Roman Lzicar traf in der 78. Minute zum 1:2. Altlichtenwarth brauchte aber nicht lange, um zu antworten – nur zwei Minuten später egalisierte Florian Antos zum 2:2 (80.). In der Schlussphase wurde es noch einmal heikel für die Heimischen, als Josip Batinic in Minute 88 die Rote Karte sah. Altlichtenwarth verteidigte in Unterzahl entschlossen, hielt das Remis fest und durfte sich nach viel Laufarbeit und engem Zweikampfspiel über einen Punkt freuen. „Einstellung und Wille“, betonte Kantner, hätten an diesem Tag besonders gut funktioniert. Und auf die Frage, was gefehlt habe, blieb er bei seiner Linie: „Es war grundsätzlich eine gute Leistung.“

Kantners Fazit: Wille, Arbeit und ein Punkt mit Wert

Im Rückblick lobte der Altlichtenwarth-Trainer die Reaktion seiner Mannschaft auf Rückschläge und das konsequente Arbeiten gegen den Ball. Gleichzeitig blieb Kantner realistisch: „Unterm Strich war Poysbrunn wahrscheinlich die bessere Mannschaft mit einigen mehr Torchancen, aber Altlichtenwarth hat sehr brav gekämpft und das Unentschieden meiner Meinung nach zurecht verdient.“ Den Gegner beschrieb er als „eine sehr aggressive und fußballerisch sehr gute Mannschaft“. In der Tabelle sind die Gäste aktuell auf Rang 6 notiert, Altlichtenwarth hält Platz 11 – das 2:2 ist damit ein Zähler mit Gewicht für die Heimischen. Zum Schiedsrichter meinte Kantner nur: „Als Schiedsrichter hat man es immer schwer. Die Rote Karte war für mich etwas zu hart, zum Glück brachten wir es über die Zeit“. Für Altlichtenwarth geht es nun darum, auf dieser Haltung aufzubauen und den gezeigten Biss in die nächsten Aufgaben mitzunehmen.

2. Klasse Weinviertel: Altlichtenwarth : Poysbrunn-F./Ottenthal - 2:2 (1:1)

  • 80
    Florian Antos 2:2
  • 78
    Roman Lzicar 1:2
  • 27
    Daniel Fischer 1:1
  • 6
    Radojica Kalinov 1:0