Zum Auftakt der 2. Klasse Weinviertel musste sich FC Wilfersdorf daheim USV Sulz mit 2:4 geschlagen geben. Nach einem 0:2 kam die Heimelf zwar noch vor der Pause auf 2:2 zurück, fand nach dem neuerlichen Rückstand aber nicht mehr richtig in die Partie. Trainer Roman Lanscha sah vor allem Probleme im Zentrum und sprach von einem schwierigen, aber nicht unverdienten Start in die neue Saison.

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Für Roman Lanscha war schnell klar, wo die Partie aus seiner Sicht in die falsche Richtung lief. „Wir sind schwierig reingestartet. Wir haben die ersten zwanzig Minuten verschlafen“, sagte der Trainer des FC Wilfersdorf. Genau in dieser Phase zog USV Sulz davon. Adam Rusnak brachte die Gäste in der 15. Minute mit 1:0 in Führung, sieben Minuten später erhöhte Roman Sirota auf 2:0. Lanscha machte dabei nicht nur den verschlafenen Beginn verantwortlich, sondern auch die Art und Weise, wie die Gegentreffer entstanden. „Die ersten zwei Tore haben wir uns ein bissl selbst gemacht, indem wir im Passspiel auf dem schlechten Rasen zu unsorgfältig umgegangen sind“, erklärte er. Dass der Platz kein einfaches Fußballspiel zuließ, wollte er dabei nicht als Ausrede verstanden wissen, viel mehr als einen Umstand, mit dem beide Mannschaften umgehen mussten.
Trotz des 0:2 war der FC Wilfersdorf noch vor der Pause wieder voll da. Fernando Kostic verkürzte in der 30. Minute auf 1:2, und dieses Tor hatte für Lanscha große Bedeutung. „Erst nach dem Freistoßtor zum 1:2 von uns sind wir wirklich in die Partie gekommen“, sagte er. Der Trainer sprach danach von einer Phase, in der seine Mannschaft das Spiel übernommen habe und auch zu schönem Kombinationsfußball gekommen sei. Kurz vor dem Seitenwechsel fiel dann tatsächlich der Ausgleich: Fabian Bachmayer stellte in der 44. Minute auf 2:2. Auch dieses Tor ordnete Lanscha positiv ein. „Das 2:2 war auch ein schöner Angriff“, meinte er. Mit dem Ausgleich war Wilfersdorf wieder in Schlagdistanz, zur Pause stand es 2:2, und aus Sicht der Heimischen sprach einiges dafür, dass nach dem Rückstand vielleicht noch mehr möglich sein könnte.
Gerade deshalb ärgerte Lanscha der Start in die zweite Hälfte besonders. „Wir haben geglaubt, dass wir zu Beginn der zweiten Halbzeit die Überhand haben“, sagte er, doch stattdessen ging USV Sulz schon in der 48. Minute wieder in Führung. Mirza Muratovic traf zum 3:2, und der Trainer des FC Wilfersdorf beschrieb das Gegentor als „wunderschönes Tor nach einem Eckball, ein Volleyschuss“. Danach fand seine Mannschaft laut eigener Einschätzung nicht mehr wirklich zurück in die Partie. Leopold Wendy setzte in der 61. Minute mit dem 4:2 den Schlusspunkt, für Lanscha war es „ein schönes Kontertor“. Den Hauptgrund für die Niederlage sah er aber nicht nur in diesen beiden Szenen, sondern in einem Problem, das sich durch den ganzen Abend zog. „Wir haben das Zentrum nicht ordentlich schließen können“, sagte er deutlich. Besonders die Nummer acht der Gäste habe das Spiel im Mittelfeld stark gelenkt, sei immer anspielbar gewesen und habe die Bälle sehenswert weiterverteilt. Dazu kam aus Sicht von Lanscha, dass Wilfersdorf die eigenen Stürmer zu selten in gute Aktionen brachte. „Wir wollten über die Flügel kommen, weil wir gewusst haben, dass der Gegner ebenfalls das Zentrum schließen möchte. Wir waren schon gefährlich, aber konnten die paar Chancen, die wir hatten, nicht wirklich umsetzen.“
Trotz der Enttäuschung wollte Lanscha das Spiel nicht nur auf die Niederlage reduzieren. „Es war allgemein so, dass beide Mannschaften Fußball spielen wollten, was der Rasen nicht unbedingt hergegeben hat. Aber im Endeffekt war’s trotzdem ein unterhaltsames Spiel“, sagte er. Den Gegner lobte er dabei ausdrücklich für seine individuelle Qualität. USV Sulz sei „sehr stark“, habe „sehr viele, individuell sehr gute Auswertige, wenig Eigene“ und sei deshalb schwer zu verteidigen, wenn man diese Akteure nicht aus dem Spiel nehme. Für den FC Wilfersdorf bleibt damit ein Fehlstart in die neue Meisterschaft, und genau so sprach es der Trainer auch an. „Es war ein Saisonstart, den wir uns nicht gewünscht haben. Wir wollten direkt motiviert mit drei Punkten zu Hause reinstarten.“ Ganz ohne Nutzen will er das 2:4 aber nicht abhaken. „Vielleicht öffnet uns das die Augen, dass wir einfach mehr arbeiten müssen“, sagte Lanscha. Der Blick geht deshalb schon klar nach vorne: In der kommenden Woche hofft der FC Wilfersdorf auf die ersten Punkte.