In der 2. Klasse Weinviertel setzte sich der SC Dürnkrut am Freitagabend gegen den ESV Rabensburg mit 1:0 durch. Für die Gäste blieb nach dem Auswärtsspiel vor allem der Ärger über die eigene Leistung. Trainer Daniel Gehart sah phasenweise zwar Ballbesitz auf seiner Seite, vermisste im letzten Drittel aber Ideen, Entschlossenheit und genau jene Stärken, die Rabensburg in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatten.

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Vieles deutete lange auf eine zähe Partie hin, in der Rabensburg zwar immer wieder den Ball hatte, daraus aber zu wenig machte. Gehart brachte es gleich im ersten Satz auf den Punkt: "Wir waren leider absolut nicht gut." Sein Team habe zwar phasenweise den Ballbesitz auf seiner Seite gehabt, "allerdings waren wir im letzten Drittel zu ideenlos". Dürnkrut machte es den Gästen dabei nicht leicht. Aus Sicht des Rabensburg-Trainers standen die Gastgeber tief, lauerten auf Konter und verteidigten konsequent. Den Unterschied machte schließlich kein herausgespielter Treffer, sondern ein bitterer Moment kurz vor der Pause: In der 43. Minute unterlief Oliver Wolf ein Eigentor zum 1:0 für Dürnkrut. Mit diesem Rückstand ging Rabensburg auch in die Kabine.
Entsprechend deutlich fiel die Analyse des Trainers aus. Gehart schob die Niederlage nicht nach außen, sondern ausschließlich seiner Mannschaft zu. "Verloren gegangen ist es sicher an uns selbst. Wir sind selbst schuld, dass wir dieses Match verloren haben", sagte er. Noch klarer wurde er mit dem Satz: "Wir haben unsere Kernkompetenzen nicht auf den Platz gebracht." Für ihn lag das Problem nicht nur in diesem unglücklichen Eigentor, sondern davor und danach in zu vielen schwachen Aktionen rund um den Strafraum. "Uns hat das gefehlt, was uns in den letzten Wochen stark gemacht hat", erklärte Gehart. "Wir waren im letzten Drittel nicht entschlossen genug, nicht kreativ genug, nicht willig genug." Damit war auch erklärt, warum Rabensburg seine Ballbesitzphasen nicht in Zählbares ummünzen konnte.
Auch die Entstehung des einzigen Tores beschäftigte den Trainer nach dem Schlusspfiff noch spürbar. Das Eigentor bewertete Gehart als unglücklich, gleichzeitig aber auch als vermeidbar. "Die Kommunikation hat gefehlt. Mit ausreichender Kommunikation wäre dieses Eigentor verhinderbar gewesen", meinte er. Ganz ohne positiven Punkt wollte er den Abend dennoch nicht abhaken. Einen Ansatz, auf den seine Mannschaft aufbauen kann, sah er nämlich schon: "Wenn wir in den Kombinationsfußball gekommen sind, waren wir definitiv klar stärker." Genau diese Phasen waren aus seiner Sicht aber zu selten. Über den Gegner sagte Gehart: "Dürnkrut war kein übermächtiger Gegner. Sie sind sehr tief gestanden und haben sich mehr oder weniger auf das Kontern verlegt und haben das besonders in der Defensive sehr stark gemacht." Deshalb wird Rabensburg diese 0:1-Niederlage vor allem als verpasste Chance einordnen.
Ausreden suchte Gehart auch mit Blick auf den Unparteiischen nicht. Zwar sprach er von "kleineren Fehlern", machte aber ebenso offen klar, dass seine Mannschaft keinen Grund hatte, die Niederlage auf den Schiedsrichter zu schieben. Damit blieb seine Linie bis zum Schluss konsequent: Rabensburg muss die Gründe für diese Niederlage bei sich selbst suchen. Das 0:1 in Dürnkrut kam aus seiner Sicht nicht zustande, weil der Gegner übermächtig gewesen wäre, sondern weil die Gäste im letzten Drittel zu wenig Durchschlagskraft hatten und sich kurz vor der Pause auch noch selbst bestraften. Für die kommenden Partien ist die Botschaft damit klar: Mehr Klarheit vor dem Tor und mehr Wachsamkeit in den entscheidenden Momenten.