In der 2. Klasse Ybbstal zog Philipp Schager, Co-Trainer des SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg, Bilanz über eine bewegte Herbstsaison. Nach einem schwachen Start und nur vier Punkten aus den ersten sieben Spielen folgte die Wende: Mit sechs ungeschlagenen Partien in Serie kämpfte sich die Mannschaft ins Tabellenmittelfeld zurück. In den jüngsten Begegnungen – darunter die Remis gegen St. Peter/Au II, ASKÖ Lunz/See und Union Neuhofen sowie Siege gegen SV Opponitz und den FCU Strengberg – zeigte das Team eine klare Aufwärtstendenz. Schager sprach über die Moral der Truppe, Anpassungen im Kader und die Perspektiven für das Frühjahr.

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Gresten-Reinsberg startete mit ambitionierten Zielen in die Saison und wollte wieder in die Top drei vorrücken, rutschte nach den ersten Wochen jedoch in eine Krise. „Wir waren alle nicht zufrieden – weder Trainerteam, noch Spieler oder Fans“, blickt Schager zurück. Die Kehrtwende gelang mit einer starken zweiten Hälfte der Herbstsaison: Sechs Partien ohne Niederlage – darunter die Unentschieden gegen St. Peter/Au II, ASKÖ Lunz/See und Union Neuhofen – sorgten für Stabilität.
Den Höhepunkt setzten die Siege gegen SV Opponitz und den FCU Strengberg, durch die sich das Team mit 16 Punkten aus 13 Spielen den neunten Tabellenplatz sicherte. „Was mich sehr positiv stimmt, ist, dass wir Moral gezeigt haben und uns gemeinsam wieder rausgearbeitet haben“, so Schager. Die Stimmung im Klub kippte damit spürbar: Aus Frust wurde wieder Glaube an die eigene Stärke.
Zur Winterpause wurde am Kader gezielt nachgeschärft. Schager bestätigte, dass sich der Verein von den drei slowakischen Spielern Tomas Bednar, Lukas Tonka und Patrik Carnota trennte. Stattdessen holte man drei neue Kräfte aus der Umgebung. „Uns war wichtig, dass die Spieler regelmäßig beim Training sind, um das Mannschaftsgefüge zu stärken“, erklärt der Co-Trainer.
Der Schritt soll vor allem die Trainingsintensität und das Zusammenspiel weiter verbessern. Personell steht die Mannschaft aktuell sehr gut da: „Zum Glück haben wir derzeit keine Verletzten – Jonas Haselreither und Elias Frühwald sind nach ihren Verletzungen aus der Herbstsaison wieder voll fit.“ Die Rückkehr der Genesenen sorgt nicht nur für mehr Tiefe, sondern eröffnet dem Trainerteam um Leopold Frühwald zusätzliche taktische Möglichkeiten. Grundpfeiler bleibt Kontinuität: „Das Trainerteam bleibt gleich, auch im Umfeld gab es keine gravierenden Änderungen. Wir setzen auf Stabilität und stetige Weiterentwicklung.“
In der Liga hat sich Gresten-Reinsberg nach der Aufholjagd gefestigt. Mit 16 Punkten steht das Team auf Platz neun von 14. Schager versteht die Herbstsaison als Lernphase: ein schwacher Start, gefolgt von Kampfgeist und Zusammenhalt. Respekt vor der Konkurrenz inklusive: „Ertl und Scheibbs waren in der Herbstsaison das Maß aller Dinge. Da hat man gesehen, wie stark diese zwei Mannschaften sind.“
Einzelne Spieler will Schager dennoch nicht herausheben: „Es gehört der gesamten Mannschaft ein Kompliment ausgesprochen, dass sie gemeinsam durchgehalten hat.“ Für das Frühjahr blickt Gresten-Reinsberg optimistisch nach vorn. Mit fittem Kader, regionaler Verstärkung und gewachsenem Selbstvertrauen will der Verein weiter Boden gutmachen. Die Basis ist gelegt – durch Teamgeist, Trainingsfleiß und ein starkes Miteinander, das sich in den letzten Partien eindrucksvoll gezeigt hat. Oder, wie Schager es zusammenfasst: „Wir haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt.“