Nach einer herausfordernden Herbstsaison in der 2. Klasse Ybbstal blickt Nikolaus Egger, Sportlicher Leiter des FC Sonntagberg, mit Optimismus auf die kommenden Monate. Die Hinrunde schloss der Verein auf Platz sieben ab und sammelte dabei 18 Punkte aus 13 Spielen. In den letzten fünf Partien der Herbstrunde standen einem Sieg vier Niederlagen gegenüber. Trotz Verletzungssorgen und personeller Engpässe erkennt Egger klare Fortschritte – vor allem bei den nachgerückten jungen Spielern. Zudem verlief der Auftakt der Wintervorbereitung mit einem Sieg verheißungsvoll und sorgte im Verein für Aufbruchstimmung.

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Egger betont, dass der Start vielversprechend war: „Von Beginn an hat es sehr gut funktioniert, wir hatten einen richtig guten Kader beisammen.“ Der Schwung wurde jedoch gebremst, als mehrere Leistungsträger verletzungsbedingt länger ausfielen. „Da hat es uns ordentlich erwischt“, beschreibt Egger die Phase, in der die Mannschaft improvisieren musste.
Besonders im Oktober war die Belastung spürbar – drei Niederlagen in Serie warfen das Team auf Rang acht zurück. Erst ein Auswärtssieg brachte Erleichterung, ehe man sich im letzten Spiel des Jahres knapp geschlagen geben musste.
„Das Positive war, dass im Herbst viele junge Spieler zum Zug gekommen sind“, erklärt Egger. „Sie mussten für die arrivierten Spieler einspringen und haben sich gut weiterentwickelt.“
Für den Sportchef ist das mehr als eine Notlösung: Der Nachwuchs habe gezeigt, dass er Verantwortung übernehmen und sich an das Liga-Niveau anpassen kann. „Jetzt haben sie auch gesehen, woran sie noch arbeiten müssen“, so Egger weiter. In der ersten Testpartie der Wintervorbereitung standen daher vor allem die Rückkehr der Genesenen und das Zusammenspiel im Fokus – und dennoch gelang der Mannschaft ein überzeugender Sieg, der zusätzlich Selbstvertrauen gab.
Die Zwischenbilanz nach 13 Runden fällt zwiespältig, aber keineswegs pessimistisch aus. Obwohl Sonntagberg derzeit neun Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze hat, herrscht Zuversicht im Lager der Mostviertler. Der Kader blieb im Kern zusammen; zwei Abgänge wurden durch zwei gezielte Neuzugänge kompensiert. „Ich bin nach dem heutigen Spiel noch mehr der Meinung, dass wir uns qualitativ verbessert haben“, sagte Egger nach dem erfolgreichen Test.
Auch strukturell blieb im Verein alles stabil – in der sportlichen Leitung und im Betreuerteam gab es keine Veränderungen. Für die Rückrunde setzt Egger auf ein geschlossenes Auftreten und klare Abläufe, angelehnt an die derzeit führenden Teams: Robustheit, Kompaktheit und Geschlossenheit sollen den nächsten Schritt einleiten. „Dorthin wollen wir auch kommen.“ Sonntagberg geht mit einem fitten Kader und positiver Stimmung in die zweite Saisonhälfte – und mit dem klaren Ziel, das vorhandene Potenzial diesmal vollständig auf den Platz zu bringen.