Ein deutlicher Nachmittag in der 2. Klasse Ybbstal: Im Duell zwischen dem SV Opponitz und FCU Mayr-Bau Ertl gewann der FCU auswärts klar mit 10:0, zur Pause stand es 5:0. Für Florian Zellhofer, Trainer der Ertler, zählte neben dem Ergebnis vor allem die Spielkontrolle. Er sprach von deutlichen Ballbesitzvorteilen über 90 Minuten, lobte die Konsequenz nach dem schnellen Führungstreffer und zollte Opponitz Respekt für dessen unermüdlichen Einsatz. Trotz der Dominanz sah er Ansatzpunkte, das eigene Ballbesitzspiel noch sauberer und dominanter aufzuziehen, und verwies auf kurzfristige Ausfälle im Kader, die bald zurückkehren sollen.

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Der Start hätte für Ertl kaum besser laufen können: Bereits in Minute 1 stellte der FCU auf 1:0 (Torschütze: Stefan Schachner) – der frühe Punch, auf den sich Zellhofer bezog. „Sehr wichtig war der schnelle Führungstreffer. Wir haben danach ein sehr gutes Spiel gemacht, gute Chancen herausgespielt, kurz den Faden verloren, aber rasch wieder zu unserer Stärke gefunden“, sagte er. Über weite Strecken fühlte sich sein Team am Ball wohl: „Grundsätzlich hatten wir 90 Minuten ganz klar mehr Ballbesitz und das Spiel für uns.“ Gleichzeitig räumte er kurze wackelige Phasen ein, in denen die Gastgeber zu Möglichkeiten kamen: „Zwischendrin hatte Opponitz zwei, drei gute Chancen, weil wir nicht gut verteidigt haben.“
Bei den Torschützen stachen mehrere Namen hervor: Paul Lohnecker legte nach und erhöhte später erneut, während unter anderem Rene Steinparzer, Daniel Turyna und Elias Lohnecker weitere Treffer beisteuerten; ein Eigentor von Niklas Kössl komplettierte den hohen Auswärtssieg. Der Trainer verankerte die Leistung dennoch im Kollektiv, hob aber einen Akteur ausdrücklich hervor: „Ich glaube, Paul Lohnecker mit vier Toren ist schon Man of the Match. Aber grundsätzlich hat die ganze Mannschaft sehr gut gespielt.“
Die Gastgeber bekamen Anerkennung für Haltung und Einsatz. „Es hat mir gefallen, dass sie 90 Minuten gefightet haben, alles gegeben haben, nicht aufgegeben haben und viel probiert haben“, so Zellhofer. Trotz des 10:0 legte er den Finger auf Details, die seine Elf weiter verbessern soll: „Grundsätzlich haben wir es gut umgesetzt, aber es gibt sicher Bereiche, in denen wir uns verbessern müssen – auch mit weniger Kontakten –, damit wir das Spiel noch dominanter durchziehen und den Ballbesitz besser nutzen.“ Personell musste Ertl improvisieren: „Es haben zwei, drei gefehlt – einer verletzt, zwei krank –, aber die sollten bald wieder dabei sein.“
Insgesamt vermittelte der Auftritt das Bild einer reifen, entschlossenen Mannschaft – mit klaren Vorstellungen, wo die nächste Entwicklungsstufe liegen soll.