In der 19. Runde der 2. Klasse Ybbstal empfing der ASV heiserTEC Kienberg/Gaming die Sportunion Wolfsbach und drehte nach 0:1-Pausenrückstand noch auf 4:1. Co-Trainer Anton Laskaj sprach von einer klar besseren ersten Hälfte der Gäste, ehe eine taktische Umstellung und mutiges Pressing die Wende brachten. „Wir haben das Spiel verdient gedreht“, sagte er. Vier verschiedene Torschützen stellten nach der Pause auf Heimsieg – ein Beleg für das Kollektiv, das Laskaj ausdrücklich lobte und als Schlüssel für die kommenden Wochen sieht.

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Der Start gehörte den Gästen. Wolfsbach war griffiger, suchte die Tiefe und belohnte sich nach 25 Minuten: Jakub Rusko traf zum 0:1. Das passte auch zur Einschätzung von Kienbergs Co-Trainer Anton Laskaj, der keinen Hehl aus der schwachen ersten Hälfte seiner Mannschaft machte. „Die erste Halbzeit war Wolfsbach besser. Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen. Wir waren zu weit weg vom Gegner, deshalb war das 0:1 verdient“, hielt er fest. Kienberg bekam lange keinen Zugriff, Wolfsbach hatte mehr vom Spiel und nahm die knappe Führung mit in die Pause. Beim Stand von 0:1 zur Halbzeit war für die Hausherren klar: Ohne Veränderung wird es schwer, die Partie noch zu ziehen.
Nach dem Seitenwechsel drehte die Partie schlagartig. „Zur zweiten Halbzeit hat unser Trainerteam taktisch etwas umgestellt. Danach sind wir kämpferisch und spielerisch viel besser ins Spiel gekommen. Aus unserer Sicht war es verdient, dass wir das Match gedreht und 4:1 gewonnen haben“, erklärte Laskaj. Den Startschuss setzte Alban Dulazeka, der in Minute 51 zum 1:1 ausglich – Laskaj hob dabei einen Weitschuss als Knackpunkt hervor: „Der Ausgleich war wichtig, ein Weitschuss von Alban Dulazeka. Dadurch sind wir besser reingekommen.“ Kienberg blieb am Drücker und drehte die Partie binnen gut 20 Minuten komplett. David Lengauer besorgte in der 59. Minute das 2:1, Peter Kovacs legte in der 67. Minute zum 3:1 nach, und Szilard Szalai stellte in der 72. Minute auf 4:1. Laskaj führte die Torflut auf das aktivere Anlaufen zurück: „Wir wollten vorn pressen – so sind auch die anderen Tore gefallen. Nach dem 3:1 haben wir das Spiel kontrolliert.“ Die Hausherren nutzten ihre Phase eiskalt und ließen hinten wenig zu.
Nach dem Schlusspfiff rückte Laskaj das große Ganze in den Mittelpunkt. „Wir haben Charakter gezeigt und in der zweiten Halbzeit gut reagiert. Wir sind ein Kollektiv, keine Einzelshow. Wenn wir ein paar Monate zusammen spielen, können wir erfolgreich sein“, sagte der Co-Trainer. Auch für den Gegner fand er faire Worte: „Wolfsbach ist eine gute Mannschaft mit ein paar starken Spielern und einer Mischung mit jungen, talentierten Burschen.“ Der Schiedsrichter bekam gleichfalls Bestnoten: „Die Leistung des Schiedsrichters war super. Er hat das Spiel gut gepfiffen; ich habe persönlich keinen Fehler gesehen.“ In der Tabelle steht Kienberg aktuell bei 21 Punkten (Rang 10 nach 20 Spielen), Wolfsbach hält bei 27 Zählern (Rang 8 nach 19).