In der 2. Klasse Ybbstal drehte der ASKÖ Lunz/See ein frühes 0:1 gegen den SV Gaflenz in ein 2:1 zur Pause und nahm am Ende alle Punkte mit. Gaflenz ging durch Josef Dusek früh in Führung, doch Philipp Wentner traf zweimal für Lunz. Trainer Josef Bichlbauer sprach danach von „vergebenen drei Punkten“ und haderte mit Eigenfehlern sowie einer schwachen Chancenverwertung.

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In Lunz begann die Partie nach dem Geschmack der Gäste: Schon in der 9. Minute stellte Josef Dusek auf 0:1. Der Treffer gab Gaflenz Auftrieb, es folgten weitere gute Angriffe – doch das nächste Tor fiel auf der anderen Seite. Philipp Wentner nutzte in der 20. Minute eine der ersten Möglichkeiten der Hausherren zum 1:1. Kurz vor dem Pausenpfiff legte derselbe Spieler noch einmal nach und drehte mit seinem zweiten Treffer in der 44. Minute das Match zum 2:1. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach Wiederbeginn blieb es umkämpft und zeitweise zerfahren, ein weiterer Treffer fiel nicht. Lunz verteidigte den knappen Vorsprung über die Zeit, Gaflenz suchte den Ausgleich, blieb aber ohne Torerfolg.
Nach dem Spiel wählte Gaflenz-Trainer Josef Bichlbauer deutliche Worte. „Das Spiel hat eigentlich ganz gut begonnen, wir haben einige sehr gute Chancen herausgespielt“, sagte er und ergänzte: „Schlussendlich ist das Ergebnis alles andere als zufriedenstellend.“ Den Knackpunkt sah er in Unsauberkeit: „Die Eigenfehler in der ersten Halbzeit haben zu Gegentreffern geführt.“ Vorn ließ sein Team zu viel liegen: „Die eigenen Chancen wurden nicht genutzt, und davon hatten wir zu viele.“ Sein Zwischenfazit fiel zweigeteilt aus: „In der ersten Hälfte war ich mit dem Spiel zufrieden, wir haben endlich wieder guten Fußball gezeigt, aber wir haben es nicht in Tore umgemünzt.“ Über die Schiedsrichterleistung wollte er sich nicht äußern.
Für den zweiten Durchgang fiel Bichlbauers Analyse nüchterner aus. „Die zweite Halbzeit war dann ein bisschen zerfahrener, sie war nicht mehr so gut“, hielt der Coach fest. Respekt zollte er trotzdem dem Gegner: „Lunz hat eine sehr beherzte Leistung gezeigt.“ Im Kern überwog bei ihm jedoch das Gefühl, eine Chance liegen gelassen zu haben: „Wenn man den Verlauf und die Chancen auf beiden Seiten ansieht, sind das vergebene drei Punkte für Gaflenz.“
In der Tabelle steht Gaflenz als Dritter weiter im Spitzenfeld, Lunz/See als Neunter im Mittelfeld. Der Blick geht nach vorne: „Wir bauen auf die erste Hälfte auf, da haben wir Angriffsfußball gezeigt. Das Einzige, das gefehlt hat, war der Abschluss – und am Sonntag geht’s weiter.“