Spielberichte

"Im letzten Drittel waren wir zu wenig effektiv" – Gaflenz hadert nach 1:2

SV Gaflenz
St. Peter/Au II

In der 26. Runde der 2. Klasse Ybbstal unterlag der SV Gaflenz zu Hause gegen St. Peter/Au II mit 1:2. Nach einem frühen 0:2 meldete sich Gaflenz durch Josef Dusek schnell zurück, der Ausgleich wollte trotz viel Aufwand aber nicht mehr fallen. Trainer Josef Bichlbauer sprach von einem offenen Schlagabtausch bei großer Hitze, lobte die Moral seiner Mannschaft – haderte jedoch mit der fehlenden Durchschlagskraft vorne. Sein Fazit: St. Peter/Au II war im Abschluss kaltschnäuziger.

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

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Früher Rückstand, schneller Anschluss – danach blieb’s eng

Gaflenz kam trotz erneuter Kaderveränderungen ordentlich ins Spiel. Das Tempo war überschaubar, die Bedingungen nahmen zusätzlich Tempo raus – „Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch“, wie Josef Bichlbauer erklärte. Den besseren Start auf der Anzeigetafel erwischten aber die Gäste: In der 12. Minute traf Martin Reininger zum 0:1, sieben Minuten später legte Fabian Hirtenlehner das 0:2 nach. Die Hausherren antworteten prompt: Josef Dusek stellte in Minute 26 auf 1:2 und brachte Gaflenz wieder in Schlagdistanz. Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand. Nach dem Seitenwechsel war Gaflenz um den Ausgleich bemüht, suchte den Weg nach vorne und steckte nicht auf. Doch die letzte Präzision fehlte, gefährliche Szenen blieben oft unvollendet – der eine Treffer Differenz hielt und machte am Ende den Unterschied aus.

Gute Moral, aber zu wenig Ertrag im letzten Drittel

In seiner Analyse rückte Bichlbauer die Effizienz in den Fokus. „Im letzten Drittel waren wir zu wenig effektiv, denn im Mittelfeld waren wir an diesem Tag mehr als brauchbar“, sagte der Coach. Gerade nach dem schnellen Anschluss von Dusek sei die Mannschaft drangeblieben und habe „ein beherztes Spiel nach vorne“ abgeliefert. Nur: Zählbares kam nicht mehr heraus. Bichlbauer wollte keinen Klassenunterschied konstruieren, im Gegenteil: „Der Unterschied waren vielleicht Kleinigkeiten. Bei uns gingen Chancen knapp vorbei, auf der anderen Seite war’s die Innenstange – und der Ball war drin.“ Das passte zu seinem Gesamtbild von einem offenen Spiel mit vielen Zweikämpfen, aber ohne hohes Tempo. Gaflenz hatte mehrmals gute Ansätze, veredelte sie aber zu selten – genau dort sieht der Trainer die Stellschraube für die kommenden Wochen.

Respekt für St. Peter/Au II, Lob für den Unparteiischen – und zwei Verabschiedungen

Auch den Gegner ordnete Bichlbauer fair ein: „Sankt Peter war auf jeden Fall effektiver im Torabschluss und hat ebenfalls ein gutes Spiel gezeigt.“ Dazu schickte er einen Gruß nach Au: „Gratulation an Günther Zach, der hier seinen letzten Sieg feierte – es war sein letztes Spiel als Trainer in St. Peter.“ Mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte er sich grundsätzlich zufrieden: „Ich war mit der Schiedsrichterleistung prinzipiell sehr zufrieden, habe aber mit der einen oder anderen Abseitsentscheidung gehadert.“ Einen besonderen Moment gab es zudem im eigenen Lager: „So wie St. Peter Günther Zach verabschiedete, verabschiedete der SV Gaflenz aus dem Kampfmannschaftsbetrieb Daniel Schippany – ein großes Vorbild in unserem Verein.“ Warum er so geschätzt ist, fasste Bichlbauer schlicht zusammen: „Er ist nicht nur als Spieler und Freund zur Stelle, sondern kümmert sich um vieles rundherum. Sein Fleiß und die Verantwortung, die er übernimmt, sind beispiellos.“ In der Tabelle liegen beide eng beisammen – St. Peter/Au II mit 42 Punkten auf Rang fünf, Gaflenz mit 40 Zählern auf sechs. Für Gaflenz bleibt nach diesem 1:2 vor allem ein klarer Arbeitsauftrag: vorne ruhiger werden, Torchancen sauber zu Ende spielen – dann sollen die knappen Duelle wieder auf die eigene Seite kippen.

2. Klasse Ybbstal: SV Gaflenz : St. Peter/Au II - 1:2 (1:2)

  • 26
    Josef Dusek 1:2
  • 19
    Fabian Hirtenlehner 0:2
  • 12
    Martin Reininger 0:1