Am letzten Spieltag der 2. Klasse Ybbstal hat sich SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg mit 1:0 gegen den FCU Strengberg durchgesetzt und damit einen gelungenen Saisonabschluss hingelegt. Trainer Philipp Schager sprach nach dem Schlusspfiff von einem verdienten Arbeitssieg, der genau zu diesem Spiel passte. Über weite Strecken war es eine enge, taktisch geprägte Partie, ehe der Treffer von Marvin Noah Zahnt in der 52. Minute den Unterschied machte.

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Philipp Schager erlebte eine Begegnung, die nicht von offenem Schlagabtausch, sondern vor allem von Ordnung, Disziplin und vielen Zweikämpfen im Mittelfeld lebte. "Es war generell ein sehr taktisch geprägtes Spiel, das sich die meiste Zeit im Mittelfeld abgespielt hat", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau dieses Bild zog sich über die erste Halbzeit. Viel lief zwischen den Strafräumen ab, beide Mannschaften nahmen einander Räume weg, und deshalb ging es auch mit einem 0:0 in die Pause. Ganz ohne Annäherungen blieb die Partie aber nicht. Schager sah den Gegner zunächst sogar leicht im Vorteil: "Strengberg hatte vor allem in der Anfangsphase zwei, drei bessere Möglichkeiten." Danach beruhigte sich das Spiel wieder, und aus Sicht des Gresten-Reinsberg-Trainers blieb es bis zur Pause ein Duell, in dem sich keine Mannschaft klar absetzen konnte.
Entscheidend wurde die Begegnung dann kurz nach dem Seitenwechsel. In der 52. Minute traf Marvin Noah Zahnt zum 1:0 für Gresten-Reinsberg, und genau an diesem Treffer machte Schager den Wendepunkt des Spiels fest. "Die ausschlaggebende Szene war sicherlich das 1:0, weil wir ab diesem Zeitpunkt das Spiel besser unter Kontrolle hatten", erklärte der Trainer. Vor dem Führungstor sei es für ihn ein "Fifty-fifty-Match" gewesen, danach habe sich das Geschehen aber auf die Seite seiner Mannschaft verlagert. Schager sprach davon, dass Gresten-Reinsberg nach dem Treffer ein Übergewicht hatte und die Partie in der Folge "sehr sauber" spielte. Entscheidend war für ihn dabei nicht nur die Führung an sich, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft danach auftrat. "Wir hatten über die gesamte Spielzeit ein tolles Teamwork und haben uns vor allem in der zweiten Halbzeit taktisch sehr diszipliniert verhalten", sagte er. Genau diese Mischung aus Geschlossenheit und Ordnung war für ihn die größte Stärke des Tages.
Dass Gresten-Reinsberg bis zum Ende konzentriert bleiben musste, führte Schager auch auf die Qualität des Gegners zurück. "Strengberg war ein sehr guter Gegner", betonte er und verwies besonders auf das Mittelfeld der Gäste, in dem mehrere Spieler "sehr gute Qualität" mitgebracht hätten. Vor allem in der ersten Halbzeit habe Strengberg die Räume eng gemacht und taktisch sehr gut gespielt, weshalb sich die Gastgeber den Sieg hart erarbeiten mussten. Für Schager war das aber kein Makel, sondern eher ein Beleg dafür, dass seine Mannschaft auch enge Spiele annehmen kann. "Ich bin auch mit diesem 1:0-Arbeitssieg sehr zufrieden, weil es muss nicht immer Hurra-Fußball sein", sagte er. Gerade solche Partien würden eine Mannschaft weiterbringen. Auch mit der Spielleitung war der Trainer einverstanden. "Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Leistung abgeliefert. Es gab keine strittigen Szenen. Wenn es welche gab, hat er diese souverän gelöst", meinte Schager.
Mit dem Heimsieg setzte Gresten-Reinsberg auch unter die letzten Wochen der Saison einen passenden Schlusspunkt. "Wir können von einem sehr gelungenen Saisonabschluss sprechen", sagte der Trainer, der den positiven Trend damit klar benannte. In der Abschlusstabelle steht Gresten-Reinsberg nach 26 Runden bei 34 Punkten auf Rang neun. Für die kommende Saison will Schager trotzdem keine großen Ansagen machen, sondern bei seinem Kurs bleiben. "Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln und werden auch nächste Saison von Spiel zu Spiel schauen. Natürlich wollen wir jede Partie gewinnen", sagte er. Gleichzeitig wisse seine Mannschaft, dass es im Fußball immer wieder schwierigere Phasen gebe. Gerade aus diesen Momenten wolle man sich gemeinsam herausarbeiten, daraus lernen und sich als Team weiter verbessern.