Zum Auftakt der 2. Klasse Ybbstal ist FC Hollenstein mit einem 3:1-Heimsieg gegen ASKÖ Lunz/See gestartet. Lange war es eine enge Partie, ehe die Gastgeber ihren Vorsprung nach der Pause ausbauten. Trainer Nusret Koc sah vor allem eine starke Defensivarbeit und viel Druck über die Seiten. Gleichzeitig machte er nach dem gelungenen Einstand auch klar, woran seine Mannschaft trotz der drei Punkte noch arbeiten muss.

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FC Hollenstein wollte vom Anpfiff weg zeigen, in welche Richtung dieser Auftakt gehen soll. Trainer Nusret Koc machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, wie der Plan ausgesehen hatte: "Wir wollten das Heimspiel unbedingt gewinnen und einen guten Start haben. Das ist uns ganz gut gelungen." Seine Mannschaft sollte ASKÖ Lunz/See früh unter Druck setzen, den Gegner gleich am Anfang beschäftigen und vor allem über die Offensive den Ton angeben. Lange fehlte noch das Tor, doch auch das ordnete Koc klar ein: "Es war nur eine Frage der Zeit, wann das Tor fällt." Belohnt wurde FC Hollenstein dann tatsächlich noch vor der Pause, als Klemens Mitterhauser in der 45. Minute das 1:0 erzielte und damit den Aufwand seiner Mannschaft erstmals auch auf die Anzeigetafel brachte.
Dass es zur Halbzeit dennoch knapp blieb, passte auch zur Einschätzung des Trainers, der ASKÖ Lunz/See im Vorfeld stärker erwartet hatte. Umso wichtiger war für ihn der Führungstreffer unmittelbar vor dem Seitenwechsel. "Das 1:0 war sehr wichtig", sagte Koc und verwies darauf, dass dieser Treffer "super rausgespielt über die Seiten" gewesen sei. Nach der Pause sah er seine Mannschaft dann klar im Vorteil. "Jeder hat seine Aufgabe richtig erfüllt, die Zweikämpfe gewonnen. Wir waren immer zuerst da und wollten Druck in der Offensive erzeugen", erklärte er. FC Hollenstein blieb damit am Drücker und machte in der zweiten Halbzeit genau dort weiter, wo es vor der Pause aufgehört hatte. In der 79. Minute legte Johannes Lueger das 2:0 nach und verschaffte den Gastgebern damit den Vorsprung, den sie aus Sicht ihres Trainers unbedingt haben wollten.
Mit dem zweiten Tor war die Partie aus Sicht der Gastgeber noch nicht endgültig entschieden, aber der wichtigste Schritt war getan. Koc hatte genau darauf gedrängt, weil er wusste, dass ein knapper Vorsprung jederzeit heikel bleiben kann. "1:0 ist immer gefährlich. Wir wollten unbedingt das zweite Tor haben", sagte der Trainer. Dass danach auch noch das 3:0 fiel, passte zum Bild einer zweiten Halbzeit, in der FC Hollenstein laut Koc das Spiel dominierte. In der 86. Minute erhöhte Jakob Mandl, ehe der Abend in der Nachspielzeit noch zwei späte Randnotizen bekam: Kilian Mandl sah in der 93. Minute die Rote Karte, kurz darauf verkürzte Adam Balajti in der 95. Minute auf 3:1. Am klaren Heimsieg änderte das aber nichts mehr.
Trotz des gelungenen Starts hob Koc nach dem Schlusspfiff nicht nur das Ergebnis hervor, sondern vor allem die Arbeit gegen den Ball. "Unsere größte Stärke war die Defensivarbeit. Wir sind im Zentrum sehr gut gestanden. Eigentlich hat jede Position ihre Aufgabe sehr gut erfüllt", meinte er und hielt insgesamt fest: "Wir waren weit besser als der Gegner." Gleichzeitig wollte der Trainer den Sieg nicht dazu nutzen, offene Punkte zu übersehen. "Im Umschalten in der Defensive müssen wir besser werden. Wir müssen noch mehr Druck erzeugen und in der gegnerischen Hälfte Überzahl schaffen", forderte Koc. So bleibt unter dem Strich ein verdienter Auftaktsieg und ein FC Hollenstein, der mit drei Punkten in die Saison startet, aber noch Luft nach oben sieht.